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Marburg: Der Speck muss weg: Regelmäßiger Sport beugt Lungenerkrankung vor

Marburg : Der Speck muss weg: Regelmäßiger Sport beugt Lungenerkrankung vor

Wer regelmäßig mehrfach in der Woche Sport macht, kann sein Risiko für die chronische Lungenerkrankung COPD senken. Fünfmal die Woche sollte jeweils eine halbe bis eine Stunde leichte Belastung oder dreimal die Woche jeweils 20 bis 60 Minuten intensive Belastung auf dem Trainingsplan stehen.

Das geht aus einer Empfehlung des American College of Sports Medicine hervor, auf die die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hinweisen. Daneben sei es ratsam, nicht zu rauchen und auf seinen Taillenumfang zu achten.

Körperliche Aktivität könne unter anderem Entzündungsprozesse verringern, die bei der Entstehung von COPD eine Rolle spielen, erläutert der VPK. Der Verband verweist auf eine Studie von Forschern der Universität Regensburg, wonach übermäßig viel Bauchfettgewebe ein Risikofaktor ist, an COPD zu erkranken. Untersucht wurden Daten von rund 113.300 US-Amerikanern zwischen 50 und 70 Jahren. Innerhalb von zehn Jahren bekamen knapp 3650 von ihnen COPD. Sie hatten entweder starkes Übergewicht oder Untergewicht.

Vor allem Männer mit einem Taillenumfang von mehr als 118 Zentimetern und Frauen mit mehr als 110 Zentimetern erkrankten. Fachleute vermuten dem VPK zufolge, dass im Bauchfettgewebe, nicht aber im Fettgewebe an den Hüften, Entzündungsstoffe entstehen, die COPD befördern. Allerdings gibt es auch ein Risiko für Untergewichtige: Sie seien anfälliger für COPD als Normalgewichtige, weil ihnen Muskelmasse fehle und ihr Körper zu wenig Nährstoffe bekomme .

(dpa)