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Regensburg: Den Körper schrittweise an die Sommerzeit gewöhnen

Regensburg : Den Körper schrittweise an die Sommerzeit gewöhnen

Am 30. März ist es wieder soweit: In den frühen Morgenstunden springen die Uhrzeiger um zwei Uhr vor auf die Ziffer Drei.

Zur Sommerzeitumstellung wird eine Stunde übergangen. Vor allem Berufstätige, die sich am Montag pünktlich aus den Betten schälen müssen, vermissen diese oft schmerzlich. „Die Probleme nach der Umstellung auf Sommerzeit ähneln denen eines kleinen Jetlags. Müdigkeit und Konzentrationsschwäche erschweren die Bewältigung des Alltags”, sagt Professor Jürgen Zulley, Schlafforscher am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg.

Der Sprung vom 24-Stunden-Rhythmus auf 23 Stunden sei für die innere Uhr mühevoll. „Zwar passen sich die meisten Menschen nach ein bis zwei Tagen an den neuen Rhythmus an. Bei manchen kommt die innere Uhr jedoch derart aus dem Takt, dass ihnen die fehlende Stunde noch Wochen oder sogar Monate später zu schaffen macht”, sagt der Schlafexperte.

Um solchen Problemen vorzubeugen, ist es sinnvoll, sich den Zeitsprung einzuteilen. „Wenn man am Sonntag einfach eine ganze Stunde früher ins Bett geht, bringt das nichts. Man wird einfach wach liegen”, sagt Zulley. Besser sei es, am Samstagabend vor der Zeitumstellung eine halbe Stunde früher das Abendessen einzunehmen, eine halbe Stunde früher zu Bett zu gehen und am Sonntag eine halbe Stunde früher aufzustehen als gewöhnlich.

„Mit diesem kürzeren Intervall von einer halben Stunde kann sich der Körper besser arrangieren”, erklärt Professor Zulley. Am Sonntagabend könne man dann einfach alle Aktivitäten noch um eine weitere halbe Stunde vorziehen.

„Das ist zwar eine sehr aufwendige Methode, vor allem, weil man am Sonntag nicht ausschlafen darf. Aber für diejenigen, die am Montag putzmunter sein wollen oder ohnehin Schlafschwierigkeiten haben, empfiehlt sich diese Strategie”, sagt Jürgen Zulley. Da Tageslicht den Körper beim Aufwachen unterstützt, sei es zudem hilfreich, in den Tagen der Zeitumstellung morgens einen kurzen Spaziergang zu machen.

Bei der Rückumstellung auf die Winterzeit kann man sich diese Maßnahmen meistens sparen. „Hier hat man für eine kurze Zeit sogar luxuriöse 25 Stunden zur Verfügung. Das ist im Grunde ein Feiertag für die innere Uhr”, sagt Professor Zulley.