Berlin: Dauerkopfschmerz durch zu häufiges Pillenschlucken

Berlin: Dauerkopfschmerz durch zu häufiges Pillenschlucken

Bei Migränepatienten kommt es durch den zu häufigen Gebrauch von Schmerzmedikamenten besonders oft zu Dauerkopfschmerzen.

Daher sollten sowohl allgemeine Schmerzmittel wie auch spezielle Migränemittel nicht öfter als zehnmal im Monat und nicht länger als drei Tage am Stück eingenommen werden, rät Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin. Sei erst einmal ein Dauerkopfschmerz entstanden, dürften für etwa zwei Wochen keinerlei Schmerzmittel eingenommen werden. Danach gehe es etwa 80 Prozent der Betroffenen besser.

Diener zufolge nehmen vor allem Migränepatienten mit hohem Leistungsbewusstsein schon vorbeugend Schmerzmittel ein, weil sie zum Beispiel im Job nicht ausfallen wollen. Je nach Medikament könne sich so aber die Anzahl der Schmerzattacken erhöhen oder ein dumpfer, drückender Kopfschmerz entstehen. Betroffene sollten deshalb versuchen, ihre Beschwerden auch mit nicht-medikamentösen Methoden zu behandeln. Neben Entspannungstechniken und regelmäßigem Ausdauersport sei die Fähigkeit wichtig, erkennen zu können, wann der eigene Körper eine Pause braucht.

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