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Krefeld: Cortison kann bei chronisch verstopfter Nase helfen

Krefeld : Cortison kann bei chronisch verstopfter Nase helfen

Wenn die Nase ständig verstopft ist, kann das die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Damit abzufinden braucht man sich jedoch nicht.

In den meisten Fällen hilft schon eine kurze Behandlung mit einem cortisonhaltigen Nasenspray, bei größeren Problemen kann ein kleiner operativer Eingriff nötig werden.

„Ursache einer behinderten Nasenatmung sind fast immer vergrößerte Nasenmuscheln, die den Durchgang für die Luft verengen und so das Atmen erschweren”, erläutert Joachim Wichmann, Hals-Nasen-Ohrenarzt in Krefeld und Vorsitzender des Berufsverbandes der HNO-Ärzte im Bereich Nordrhein.

Wie das Problem angegangen wird, hängt vor allem davon ab, was diese Vergrößerung ausgelöst hat. Das kann eine ständige Entzündung oder eine ausgeprägte Allergie ebenso sein wie eine angeborene körperliche Besonderheit oder die Folge einer verkrümmten Nasenscheidewand.

In den meisten Fällen ist jedoch ein langjähriger Gebrauch von Nasenspray die Ursache, weiß Experte Wichmann. „Durch das abschwellende Spray haben die Nasenmuscheln plötzlich mehr Platz und sie reagieren darauf, indem sie dicker werden”, erläutert er.

In solchen Fällen muss als erstes das Spray abgesetzt werden, während gleichzeitig ein cortisonhaltiges Präparat dafür sorgt, dass sich eine möglicherweise vorhandene Entzündung zurückbildet. In vielen Fällen reicht das bereits aus.

Tritt allerdings nach zwei bis drei Wochen keine Besserung ein, sollten die Muscheln operativ verkleinert werden. Gute Erfahrungen hat Wichmann hier mit der sogenannten radiofrequenzinduzierten Thermotherapie gemacht. Dabei sticht der Arzt mit einem schmalen Instrument in das überschüssige Gewebe und schmilzt es sozusagen von innen weg. „Eine sehr unblutige Sache, die leicht ambulant durchgeführt werden kann und eine hohe Erfolgsquote hat”, berichtet der Hals-Nasen-Ohren-Arzt.