Frankfurt/Main: BUND: Umweltminister muss Krebs-Risiko durch Handys ernst nehmen

Frankfurt/Main: BUND: Umweltminister muss Krebs-Risiko durch Handys ernst nehmen

hat die Bundesregierung aufgefordert, besser über Gesundheitsgefahren durch die Nutzung des Mobilfunks aufzuklären.

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) müsse den Hinweisen einer am Dienstag vorgelegten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachgehen, forderte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger in der „Frankfurter Rundschau”. Es müsse intensiv geforscht werden, worin die höheren Hirntumorzahlen bei Vieltelefonierern begründet sind.

„Wir erwarten von Röttgen industrieunabhängige Informationen zu der von Handys und Funkmasten ausgehenden Strahlung sowie eine bessere Aufklärung über die möglichen Folgen”, sagte Weiger.

Die am Dienstag veröffentlichte Studie hatte nach zehn Jahren Forschung und mehreren Tausend Interviews in 13 Ländern keinen direkten Zusammenhang zwischen Hirntumoren und Handy-Nutzung attestiert. Die Mobilfunk-Branche wertet das als Beleg, dass Handys nicht gesundheitsschädlich sind.

Der BUND hält die Studie dem Blatt zufolge dagegen für nicht aussagekräftig. Auch das dem Bundesumweltministerium unterstellte Bundesamt für Strahlenschutz widerspricht der Entwarnung durch die Mobilfunk-Branche. „Zu möglichen Auswirkungen einer intensiven Handynutzung sowie der Wirkung auf Kinder sind weitere Untersuchungen dringend erforderlich”, erklärte es in einer am Dienstag veröffentlichten Bewertung.