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Düsseldorf: Büroluft nicht Ursache für trockene Kontaktlinsenaugen

Düsseldorf : Büroluft nicht Ursache für trockene Kontaktlinsenaugen

Kontaktlinsenträger klagen im Büro häufig über trockene Augen. Das hängt aber nicht mit dem Raumklima zusammen, Betroffene leiden vielmehr vermutlich von Natur aus unter trockenen Augen.

„Die trockene Büroluft ist reine Theorie”, sagt Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) in Düsseldorf. „Ich kenne keine Studien dazu, die das belegen würden.” Er rät, bei trockenen Augen immer einen Augenarzt zu fragen, ob und welche Linsen infrage kommen.

Auch Klimaanlagen tragen nach Einschätzung des Mediziners nicht zu trockenen Augen bei. Denn bei ihnen sei reglementiert, dass sie genügend Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben und die Luft ausreichend umwälzen müssen. „Büroluft ist jedoch oft nicht so günstig wegen der Kopierer und Laserdrucker, deren Feinstaubausstoß das Auge belasten kann”, sagt der Augenarzt. Wer aber regelmäßig lüftet, müsse auch davon wenig befürchten.

Gut seien auch großblättrige Pflanzen neben dem Schreibtisch, damit lasse sich eine ausreichende Befeuchtung erzielen. Von Raumbefeuchtern rät Böhme ab, weil damit immer die Gefahr verbunden sei, viele Keime in die Luft zu befördern.

Unproblematisch für die Augen ist Böhme zufolge das Wetter: „In unseren Breiten herrscht nicht so eine Trockenheit, dass sie ein Problem für Kontaktlinsenträger wäre”, erläutert er. „Saudi-Arabien mit nur zehn Prozent Luftfeuchtigkeit macht das Kontaktlinsentragen dagegen fast unmöglich.” Bei Wüstenklima sei daher eine Brille die bessere Alternative.