München: Buchtipp: „Superhormon Vitamin D”

München: Buchtipp: „Superhormon Vitamin D”

Der menschliche Körper kann Vitamin D im Gegensatz zu anderen Vitaminen selbst herstellen. Dies tut er aber nicht zur Genüge, wie der Ernährungsmediziner Jörg Spitz beklagt.

Rund 90 Prozent der deutschen Bevölkerung seien mit dem sogenannten Sonnenhormon unterversorgt. Dieser Mangel könne die Entstehung verschiedener chronischer Erkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose fördern. In seinem Buch „Superhormon Vitamin D” fasst Spitz die Funktionen des Vitamins zusammen und zeigt, wie man seinen Vitamin-D-Spiegel gezielt erhöhen kann.

Das Hormon Vitamin D greife in viele Stoffwechselprozesse im gesamten Körper ein und schütze bei ausreichender Versorgung vor zahlreichen Krankheiten. Zum Beispiel spiele das Hormon eine wesentliche Rolle bei der Verständigung der Immunzellen untereinander. Bei einem Vitamin-D-Mangel sei sie gestört. Dies wiederum erhöhe die Anfälligkeit für Krankheiten. Auch auf die Krebszellbildung wirke Vitamin D nachweislich hemmend, schreibt der Autor.

Den Vitamin-D-Mangel führt der Experte auf den heute verbreiteten Lebensstil vieler Menschen zurück. Während man sich vor vielen Jahrhunderten noch oft und lange draußen aufhielt und der Sonne ausgesetzt war, verbringt man heute seine Zeit vorwiegend in Büros oder zu Hause.

Daher lautet der Rat des Mediziners, sich seinem Hauttyp entsprechend regelmäßig UV-B-Strahlung auszusetzen - im Freien oder auch im Sonnenstudio. Zusätzlich sei eine Nahrungsergänzung durch pharmazeutisch hergestelltes Vitamin D empfehlenswert. Die Nahrung biete nur wenige ergiebige Vitamin-D-Quellen. Ausgenommen einiger fettreicher Fische sowie Lebertran finde sich in keinen Produkten ein nennenswertes Maß an Vitamin D, das zur Versorgung des Körpers ausreiche.

Jörg Spitz: „Superhormon Vitamin D. So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen”, Gräfe & Unzer, 2011, 9,99 Euro, ISBN: 978-3833822728