Remscheid: Brechdurchfall: Händewaschen beugt Infektion am besten vor

Remscheid: Brechdurchfall: Händewaschen beugt Infektion am besten vor

48 Stunden, dann ist der Spuk meist schon vorbei: Zwei Tage dauert eine Magen-Darm-Grippe im Durchschnitt - doch die können verdammt lang sein.

Die durch Noroviren ausgelöste Infektion geht mit heftigem Brechdurchfall einher und verursacht oft starke Kreislaufprobleme.

„Dummerweise sind Noroviren auch noch hochansteckend, zehn genügen, um sich zu infizieren”, sagt Andreas Leodolter vom Bundesverband Gastroenterologie. Die Folge: Ist ein Familienmitglied oder Arbeitskollege erkrankt, erwischt es anschließend oft einen nach dem anderen.

Da die Infektion über den Mund erfolgt, gibt es einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen zur Vorbeugung. „Gründliche Handhygiene ist das Allerwichtigste”, betont der Chefarzt der Gastroenterologie des Sana-Klinikums in Remscheid. Da die Viren nicht nur extrem infektiös, sondern auch überaus widerstandsfähig sind, sei es sinnvoll, zusätzlich zum normalen Händewaschen auch ein Desinfektionsmittel aus der Apotheke zu verwenden.

„Besonders der Erkrankte selbst muss sich bewusst machen, dass alles, was er anfasst, virenverseucht ist”, rät der Magen-Darm-Spezialist. Aber auch die Angehörigen sollten auf gründliche Handhygiene achten - besonders natürlich, wenn sie beim Putzen der Toilette oder dem Waschen von mit Stuhl besudelten Kleidungsstücken helfen.

„Dabei muss weder ein Mundschutz getragen, noch ein besonders scharfes Reinigungsmittel verwendet werden. Wichtig ist auch hier nur wieder das anschließende gründliche Händewaschen und gegebenenfalls Desinfizieren”, sagt Leodolter.

Zum Reinigen von Kleidungsstücken oder Bettwäsche sei nicht einmal das Kochwäscheprogramm vonnöten. „In Kombination mit Waschpulver reicht eine Temperatur von 30 Grad Celsius in der Waschmaschine völlig aus.”

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