Karlsruhe: Brandblasen schützen vor Infektionen

Karlsruhe: Brandblasen schützen vor Infektionen

Bügeleisen, Fettspritzer, heißes Backblech - im Haushalt kommt es schnell zu kleinen Verbrennungen.

Auch wenn die Wunde schnell mit Wasser gekühlt wird, kann sich auf der verletzten Haut eine Brandblase zwischen Oberhaut und Lederhaut bilden. „Diese Brandblase ist wie ein körpereigenes Pflaster, schließt die Verletzung luftdicht ab und die Wunde bleibt so keimfrei”, sagt Dirk Meyer-Rogge, Facharzt für Dermatologie aus Karlsruhe.

„Aus diesem Grund sollte die Blase nicht aufgestochen werden.” Die Brandblase ist mit Gewebswasser gefüllt und ein körpereigener Schutz vor Infektionen. „Es kann nur in Einzelfällen sinnvoll sein, mit einer keimfreien Nadel ein kleines Loch in die Blase zu stechen, um den Druck zu lindern”, sagt Meyer-Rogge.

Brandblasen können schmerzhaft sein, heilen aber nach einigen Tagen in der Regel folgenlos ab. „Am besten fördert man die Heilung, wenn man sich geduldet und die Wunde in Ruhe lässt”, sagt Meyer-Rogge. Wenn die Blase nicht binnen weniger Tage abgeheilt ist, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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