München: Bluttest soll Darmkrebs-Vorsorge erleichtern

München: Bluttest soll Darmkrebs-Vorsorge erleichtern

Zur Früherkennung von Darmkrebs wollen Münchner Forscher einen neuartigen Bluttest entwickeln.

Ziel sei es, mit Hilfe der Blutanalyse bereits frühe Vorläufer von Tumoren wie Adenome und Polypen nachzuweisen, teilt das Klinikum rechts der Isar der TU München mit. Aus diesen anfangs gutartigen Wucherungen und Geschwulsten können sich bösartige Karzinome im Darm entwickeln. Der Test solle eine unkompliziertere Vorsorge ermöglichen und nach Möglichkeit die bisher notwendige Darmspiegelung ersetzen.

Bisher wird der Großteil der Darmkrebserkrankungen laut TU erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt. Eine Heilung sei zu diesem Zeitpunkt oft nicht mehr möglich. Könnte das Karzinom jedoch mit Hilfe des Tests bereits in frühen Stadien erkannt werden, stiegen die Heilungschancen nach Angaben der Mediziner auf über 90 Prozent.

Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesbildungsministerium gefördert. Mit jährlich rund 73.000 Neuerkrankungen ist Darmkrebs in Deutschland der häufigste Tumor im Verdauungstrakt.

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