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Berlin: Berufsmusiker künftig besser vor eigenem „Lärm” geschützt

Berlin : Berufsmusiker künftig besser vor eigenem „Lärm” geschützt

Orchestermusiker sollen künftig besser vor dem eigenen „Lärm” geschützt werden. Vom 15. Februar an dürfe die tägliche Schallbelastung den Grenzwert von 85 Dezibel A (dB (A)) nicht überschreiten.

Das teilt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin mit. Damit ende eine zweijährige Ausnahmeregelung für die Musiker.

Was für die Zuhörer oft ein Genuss ist, schadet den Ohren der Musiker erheblich: So erreiche die mittlere tägliche Schallbelastung eines Posaunisten in etwa den Lärmpegel einer ununterbrochen laufenden Holzfräsmaschine. „Die Belastung am Ohr eines Geigers entspricht immerhin noch dem Geräuschpegel einer Heckenschere”, erläutert Martin Liedtke vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz (BGIA).

Abhilfe können laut BGIA Umbauten in Theatern und Opernhäusern schaffen, etwa indem der Orchestergraben vor die Bühne verlegt wird. Auch könne die Orchesterbesetzung bei Aufführungen wechseln oder das Probenensemble auf die jeweils erforderlichen Instrumente begrenzt werden.

Daneben können auch durchsichtige Schallschutzschirme zwischen den Instrumentengruppen eines Orchesters die Lärmbelastung verringern. Letztes Mittel sei ein Gehörschutz für die einzelnen Musiker.