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Berlin: Bei Zahnverfärbungen nicht übermäßig schrubben

Berlin : Bei Zahnverfärbungen nicht übermäßig schrubben

Nicht jedem ist ein strahlendes Hollywood-Lächeln vergönnt. Bei verfärbten Zähnen greifen viele schnell zu Bleichmitteln oder Extra-Weiß-Zahncremes. „Die verschiedenen Mittel gegen Zahnverfärbungen sollte man allerdings nur mit Bedacht anwenden”, rät Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer in Berlin.

„Vor der Auswahl des richtigen Mittels ist es wichtig, feststellen zu lassen, woher die Verfärbungen kommen”, sagt der Mediziner. Es werde zwischen äußeren und inneren Verfärbungen unterschieden.

Oesterreich: „Äußere Ablagerungen entstehen meistens durch den Genuss von Tee, Rotwein, Nikotin oder anderen stark färbenden Stoffen.” Durch Medikamente, die man bereits im Kleinkindalter zu sich genommen hat, könnten sich die Zähne aber auch von innen heraus verfärben.

„Von außen aufgelagerte Verfärbungen lassen sich manchmal durch sogenannte Raucherzahncremes bekämpfen”, sagt Oesterreich. Diese entfernen die Beläge durch einen hohen Anteil an Schleifpartikeln. Allerdings sei es ratsam, es mit der Schrubberei nicht zu übertreiben.

„Durch den extrem hohen Abrieb wird schnell der Zahnschmelz angegriffen und die Zähne werden empfindlich geschädigt”, betont Oesterreich. Auch extremer Druck beim Putzen und eine falsche, schrubbende Putztechnik mit Raucherzahncremes schade der Zahnsubstanz. Man sollte die Cremes daher höchstens einmal wöchentlich anwenden. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt sei - allerdings abhängig vom individuellen Risiko - für die dauerhafte Erhaltung der Zähne sinnvoller.

Von innen heraus verfärbten Zähnen könne man hingegen nur mit Bleichmitteln zu Leibe rücken. Auch dabei sei Vorsicht geboten: „Zu häufiges Bleichen macht die Zähne empfindlich und trocknet sie aus”, warnt der Experte. Ein Bleichvorgang pro Jahr reiche aus. Vorher sollte man seine Zähne allerdings erst auf die Ursache der Verfärbungen, auf die möglichen Erfolgsaussichten des Bleichens und auf Schäden überprüfen lassen.

Oesterreich: „Wenn der chemische Bleichstoff auf ein Loch im Zahn aufgetragen wird, kann das zu heftigen Schmerzen führen.” Im Zweifel sei es auch hier besser, die Prozedur einem Facharzt zu überlassen.