Landau: Bei Vitiligo Stress und zu viel Sonnenlicht meiden

Landau: Bei Vitiligo Stress und zu viel Sonnenlicht meiden

Menschen mit Vitiligo, der sogenannten Weißfleckenkrankheit, leiden oft sehr unter ihrer fleckigen Haut.

Zwar sei die Krankheit weder gefährlich noch schmerzhaft oder ansteckend, aber trotzdem keine „kosmetische Bagatelle”, sagt Professor Klaus Fritz, Leiter der Hautärzte- und Laserzentren Landau und Kandel.

„Vielmehr handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die psychisch stark belasten und die Lebensqualität erheblich einschränken kann.” Viele Betroffene fühlten sich durch ihre fleckige Haut entstellt und stigmatisiert, sozialer Rückzug und sogar Depressionen könnten die Folge sein. Wichtig sei, die Auslöser der Krankheit möglichst zu vermeiden. Dazu zählen vor allem Stress und Sonnenlicht.

Die Ursachen der Vitiligo sind noch nicht vollständig geklärt. Die Veranlagung sei genetisch bedingt, trete in manchen Familien gehäuft auf und die Forschung gehe heute davon aus, dass Autoimmunprozesse eine wichtige Rolle spielten, erklärt Fritz: Das körpereigene Immunsystem bilde Abwehrstoffe, mit denen es pigmentbildende Hautzellen bekämpfe.

Diese sogenannten Melanozyten stellen in den betroffenen Hautarealen die Produktion des Hautfarbstoffs Melanin ein und sterben ab, dadurch entstehen die für die Vitiligo charakteristischen entfärbten hellen Flecken.

Sie können laut Fritz mit bestimmten Schminktechniken - Camouflage genannt - kaschiert werden. Auch Selbstbräuner helfe manchmal, das kosmetische Erscheinungsbild zu verbessern.

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