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Hannover: Bei schwerem Asthma kein Glutamat essen

Hannover : Bei schwerem Asthma kein Glutamat essen

Der Geschmacksverstärker Glutamat kann bei schwerem oder schlecht eingestelltem Asthma lebensbedrohliche Reaktionen hervorrufen. Betroffene sollten den in vielen Fertignahrungsmitteln enthaltenen Stoff daher unbedingt meiden, rät die Deutsche Lungenstiftung in Hannover anlässlich des Welt-Asthma-Tags am 5. Mai.

Sie beruft sich auf eine aktuelle Neubewertung der Substanz Natriumglutamat durch die amerikanische Gesundheitsbehörde.

Beim Einkauf verpackter Speisen empfehle es sich, darauf zu achten, dass diese keine Geschmacksverstärker oder die E-Nummern 620 und 625 enthalten. Grundsätzliche Skepsis ist der Stiftung zufolge bei Fertigprodukten mit uneindeutiger Zusammensetzung angebracht: So kann Glutamat zum Beispiel auch in Pizzasoße, Ketchup oder Sojasoße sein.

Der Begriff „Würze” auf der Zutatenliste sollte ebenfalls misstrauisch machen, weil diesen Gemischen beliebige Substanzen zur Geschmacksverstärkung beigefügt sein können, ohne dass diese extra ausgewiesen werden müssen. Darüber hinaus ist Vorsicht auch bei Seegras, Seetang, Sojabohnen und Zuckerrüben geboten: Darin kommt natürlicherweise Glutamat vor.

Den Experten zufolge können glutamathaltige Speisen bei schwer Asthmakranken Hautbrennen und -jucken, Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Auch Herzrasen, ein Engegefühl in der Brust, Benommenheit, Abgeschlagenheit, Taubheitsgefühl und Atembeschwerden kommen vor. Und auch Allergiker sind gefährdet: Bei ihnen sind durch Glutamat sogar epileptische Anfälle oder auch der sofortige Tod durch Atemlähmung möglich.