1. Leben
  2. Gesundheit

Kirchheim: Bei Herzschwäche auf kochsalzarme Ernährung achten

Kirchheim : Bei Herzschwäche auf kochsalzarme Ernährung achten

Atembeschwerden oder Wasser in den Beinen nehmen Menschen mit Herzschwäche jegliche Freude am Leben.

Doch die Erkrankten könnten selbst einiges tun, um sich den Alltag zu erleichtern, sagt Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen: „Patienten mit Herzschwäche sollten darauf achten, dass sowohl ihr Essen als auch ihre Getränke möglichst arm an Kochsalz sind. Denn Kochsalz bindet im Körper Wasser. Und das bedeutet eine zusätzliche Belastung für das Herz.”

Betroffene sollten deshalb grundsätzlich eher frische Produkte und weniger Fertigprodukte essen, erklärt der Kardiologe aus Kirchheim unter Teck. „Käse, Wurst und Konserven enthalten viel Salz zur Konservierung und müssen deshalb besser gemieden werden.” Empfehlenswert seien beispielsweise ein selbst angerührter Quark oder Speisen mit frisch angerichtetem Gemüse. Und bei der Essenszubereitung sollte man eher Gewürze als Salz verwenden.

Auch bei den Trinkmengen sei Vorsicht geboten, erläutert Smetak: „Patienten mit Herzschwäche sollten je nach Schweregrad ihrer Erkrankung maximal 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.” In manchen Fällen sei sogar noch weniger sinnvoll, dies müsse aber mit dem Arzt abgesprochen werden. „Bei einer geringen Ausprägung der Herzschwäche dürfen es auch schon mal bis zu zwei Litern täglich sein.”

Die individuell geeignete Flüssigkeitsmenge lasse sich laut Smetak übrigens relativ einfach feststellen: „Die Patienten sollten sich möglichst täglich zur gleichen Zeit wiegen. Eine Zunahme von mehr als einem Kilo am Tag zeigt, dass der Körper Flüssigkeit einlagert.” In diesem Fall sollte man die tägliche Flüssigkeitsaufnahme schrittweise reduzieren, also beispielsweise erst ein, dann zwei und dann drei Gläser Wasser am Tag weniger trinken. Nach Rücksprache mit dem Arzt könnten auch entwässernde Medikamente helfen, erläutert der Kardiologe.