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Baierbrunn: Bei Halsschmerzen reichlich trinken

Baierbrunn : Bei Halsschmerzen reichlich trinken

Statt mit Medikamenten lassen sich Halsschmerzen auch mit Hausmitteln wirkungsvoll bekämpfen. Erste Maßnahmen sollten immer sein: Schal umlegen, Stimme und Hals schonen und reichlich trinken, erklärt Prof. Friedrich Bootz von der Universität Bonn.

Auch ein warmer Halswickel helfe bereits, die Schmerzen zu lindern, sagte der Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der in Baierbrunn erscheinenden Zeitschrift „Apotheken Umschau” (Ausgabe 1/2008 A).

Konstante Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da sie die Schleimhäute feucht hält und widerstandsfähig macht. Hier helfen vor allem Kräutertees. Sehr wirkungsvoll ist Salbeitee - er mindert die Entzündung und pflegt die Schleimhäute.

Grundsätzlich gilt es zwischen drei verschiedenen Erkrankungen zu unterscheiden: Rachenschleimhaut-, Stimmband- oder Kehlkopfentzündung. Gegen Schwellungen im Rachenraum hilft altbewährtes Gurgeln mit Salzwasser oder Kräuterauszügen. „Allerdings nützt Gurgeln bei einer Kehlkopfentzündung nichts, da man damit nicht die tieferen Halsabschnitte erreicht”, so Bootz. Dann sollte man ätherische Öle inhalieren.

Lassen sich damit die Schmerzen nicht eindämmen, empfiehlt sich der Griff zu entzündungshemmenden Medikamenten. Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Flurbiprofen oder Paracetamol sollten dann erste Wahl sein. Sie wirken schon innerhalb der ersten zwei Tage. Nach einer Woche sind die Schmerzen dann meist vorbei. Wenn jedoch hohes Fieber auftritt, die Lymphknoten anschwellen, Schluckbeschwerden zunehmen oder Atemnot auftritt, handelt es sich häufig um eine bakterielle Entzündung. In diesem Fall sollte zu Antibiotika gegriffen werden.