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Heidelberg: Bei entzündeter Gallenblase hilft schnelle OP

Heidelberg : Bei entzündeter Gallenblase hilft schnelle OP

Patienten mit einer akuten Entzündung der Gallenblase sollten möglichst schnell auf den OP-Tisch. Der Grund: Erfolgt die Operation innerhalb von 24 Stunden nach der Diagnose, leiden die Patienten später seltener an Komplikationen und können das Krankenhaus eher verlassen, als wenn die Operation erst auf eine konservative Behandlung folgt.

Das hat eine Studie unter der Leitung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg ergeben. Dabei wurden die Ergebnisse der frühen und der verzögerten Operation bei zwei Gruppen mit jeweils rund 300 Patienten verglichen.

Bei den Patienten, die frühzeitig operiert wurden, gab es im Anschluss weniger Beschwerden und Komplikationen als bei den Patienten mit späterer OP (11,8 Prozent gegenüber 34,4 Prozent). Außerdem waren die Betroffenen nach einer schnellen OP im Schnitt nur 5,4 Tage im Krankenhaus. Patienten, die später operiert wurden, blieben durchschnittlich 10 Tage im Krankenhaus.

Die größten Risikofaktoren für eine akute Entzündung der Gallenblase sind Gallensteine und ein höheres Lebensalter. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann es zur Ruptur kommen und damit zu schweren Infektionen in den benachbarten Organen und im Bauchraum. Bei einer OP wird die Gallenblase entfernt. Bislang war unklar, wann der beste Zeitpunkt für den Eingriff sei, so das Heidelberger Universitätsklinikum.

(dpa)