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Berlin: Bei andauernden und zunehmenden Kopfschmerzen Arzt aufsuchen

Berlin : Bei andauernden und zunehmenden Kopfschmerzen Arzt aufsuchen

Dauerhafte Kopfschmerzen können manchmal eine lebensbedrohliche Ursache haben. „Wer ohne erkennbaren Grund erstmals an stärker werdenden Kopfschmerzen leidet, sollte seinen Arzt aufsuchen”, sagte der Mediziner Selcuk Bas vom Schmerzzentrum Berlin.

Denn bestimmte Symptome deuten unter Umständen auf eine ernsthafte Erkrankung des Gehirns wie einen Tumor hin. Kommen zu den Kopfschmerzen Sehstörungen, Taubheit an den Gliedmaßen, Lähmungserscheinungen oder Sprech- und Sprachstörungen, sollte sich der Betroffene daher unbedingt untersuchen lassen.

Meist kann der Arzt die Ursachen der Kopfschmerzen schon durch gezielte Fragen zum Beispiel zu den Arbeits- und Lebensumständen des Patienten gut eingrenzen, erläuterte der Schmerzexperte. In der häufig folgenden körperlichen Untersuchung werden unter anderem die Reflexe und Hirnnervenfunktionen getestet, um beispielsweise Anzeichen eines Hirninfarktes auszuschließen.

Im nächsten Schritt kann es wichtig sein, die Augen, Hals, Nase und Ohren oder die inneren Organe des Patienten von Fachärzten untersuchen zu lassen. Grundsätzlich gilt laut Bas: „Ist etwas unklar, sollten weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Computertomographie (CT) des Kopfes erfolgen.”

Der Experte will jedoch keine falsche Panik schüren: „Die meisten Menschen leiden unter Spannungskopfschmerzen”, erklärte er. Die Ursachen hierfür sind ebenso vielfältig wie alltäglich - Stress, Blockaden der Halswirbelsäule oder eine Überlastung der Augen können Kopfweh hervorrufen. „Wenn die Schmerzen aber in kein Standardschema passen, sind sie verdächtig”, sagte Bas. Ein Arzt dürfe daher nicht locker lassen, ehe er ihre Quelle durch schrittweises Ausschließen gefunden hat.

Betroffenen empfahl der Kopfschmerzexperte, sich nicht abspeisen zu lassen: „Wenn ein Patient nicht mit der Diagnose zufrieden ist, sollte er eine zweite Meinung, zum Beispiel die eines Neurologen, einholen.” Einen Arzt unter Druck zu setzen, weil er etwa kein CT verschreiben will, bringe aber nichts. Die meisten CTs ergeben nach Bas Einschätzung zwar eine Entwarnung. Trotzdem empfahl der Experte, ernsthafte Erkrankungen des Gehirns ausschließen zu lassen.