Augenmigräne: Trigger kennen und vermeiden

Augenmigräne : Trigger kennen und vermeiden

Augenmigräne ist eine Form der Migräne, die durch Sehstörungen sowie teilweise durch begleitende Schmerzen gekennzeichnet ist. Um das wiederholte Auftreten der Augenmigräne zu verhindern, gilt es, die genauen Auslöser herauszufinden und diese zu vermeiden.

Wie das Gesundheitsmagazin Envivas.puls erklärt, unterscheidet sich diese auch ophthalmische Migräne genannte Form von der vestibulären und der retinalen Migräne, bei denen ebenfalls Sehstörungen auftreten können. Wesentliches Merkmal der ophtalmischen Migräne sind laut Envivas weniger die Kopfschmerzen, sondern optische Wahrnehmungsstörungen wie Lichtblitze und Flackern auf beiden Augen. Die Auslöser können sehr vielfältig sein und denen von anderen Migräneformen ähneln.

Einer der bekannteren Auslöser einer Augenmigräne ist der Blick in helles, blendendes Licht. Aber auch verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sowie erhöhter Alkohol- und Nikotingenuss können als Trigger wirken. Einige Medikamente sowie Stress und starke Veränderungen des Alltags gelten ebenfalls als mögliche Auslöser.

Was Lebensmittel als Auslöser betrifft, sollen vor allem solche stark verarbeiteten Nahrungsmittel oft zur Augenmigräne führen, die einen hohen Nitritgehalt oder den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat enthalten. Unbehandelte Lebensmittel können allerdings ebenfalls als Auslöser wirken, wenn sie viel Tyramin oder Histamin enthalten.

Dies ist beispielsweise bei Nüssen, Schokolade, Milch, Leber, Rotwein und Tomaten der Fall. Kaffee gilt an sich nicht als Trigger, wohl aber der Koffeinentzug bei Personen, die normalerweise regelmäßig Kaffee trinken. Deshalb sollte eine Abgewöhnung von Koffein bei Betroffenen nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt erfolgen, um Anfällen vorzubeugen.

Es gibt aber einige Auslöser, die man nicht so leicht vermeiden kann, wie die oben erwähnten Nahrungsmittel. So kann die Augenmigräne auch durch Hormonschwankungen ausgelöst werden, wie sie unter anderem an den Tagen vor der Menstruation, in der Pubertät, während einer Schwangerschaft und in der Menopause verstärkt auftreten. Die Einnahme der Antibabypille löst ebenfalls bei einigen Patientinnen Migräneschübe aus. Mitunter tritt Augenmigräne auch als Nebenwirkung bei Medikamenten auf. Bei wetterfühligen Menschen führen mitunter bereits starke Wetterumschwünge zu einem Anfall.

Weitere mögliche Trigger sind Stress, Schlafmangel und Veränderungen im Tagesablauf. Wenn es möglich ist, helfen also - wie bei anderen Migräneformen - eine Reduktion der Stressfaktoren und Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga. Beim autogenen Training werden verschiedene Übungen eingesetzt, die auf Autosuggestion beruhen - es ist also ein Training, um dem Unterbewusstsein einen entspannten Zustand zu vermitteln. Dazu wiederholt man im Liegen oder in einem Sessel sitzend in Gedanken bestimmte Sätze, etwa "Ich bin ganz ruhig, nichts kann mich stören". Mehr Formeln finden sich auf dieser Seite. Für den Anfang wird ein Training von täglich drei Mal zehn Minuten empfohlen.

Wenn der Anfall eintritt, gilt es, möglichst ruhig zu bleiben und sich zum Ausruhen in einen dunklen Raum zurückzuziehen, bis die Symptome abklingen. Nach dem erstmaligen Auftreten einer solchen Migräne-Attacke sollte man einen Arzt konsultieren, damit dieser ernsthafte Erkrankungen ausschließen kann. Um herauszufinden, was den Anfall ausgelöst hat, können Patienten ein sogenanntes Migränetagebuch führen. Darin tragen sie täglich ihre Ernährung und besondere Vorkommnisse und den Zeitpunkt der Anfälle ein.

Eine ausgewogene Ernährung mit frisch zubereiteten Speisen wirkt dem Auftreten von Augenmigräneanfällen häufig entgegen. Da sich die Augenmigräne in einigen Fällen auf Magnesiummangel zurückführen lässt, hilft es manchmal bereits, in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker Magnesium und Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Wenn sich das Auftreten der Attacken nicht verhindern lässt und von starken Schmerzen begleitet ist, kann die Einnahme eines schnell wirksamen Schmerzmittels, etwa ein Triptan wie Sumatriptan, Abhilfe schaffen. Die Verwendung solcher Medikamente sollte man vorab aber unbedingt mit einem Arzt absprechen.

(rd)