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Kreuztal: Auf kindgerechte Medikamente achten

Kreuztal : Auf kindgerechte Medikamente achten

Bittere Pillen nehmen Kinder äußerst ungern ein. Weil sie Tabletten häufig ausspucken, gibt es die meisten Medikamente für Heranwachsende in Form von Säften. Aber auch die sind nicht immer süß und schmackhaft.

„Viele Generika, also wirkstoffgleiche Kopien von Originalpräparaten, schmecken außerordentlich bitter”, sagt Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Häufig müssten Kinderärzte wohlschmeckendere Originalpräparate nachverordnen, weil Kinder die Generika ablehnten.

„Mit Blick auf den Geldbeutel sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder von vornherein kindgerechte Medikamente vom Arzt verschrieben bekommen”, rät Hartmann. Um dem kranken Sprössling die Medikamenteneinnahme zu erleichtern, kann man viele flüssige Arzneien mit Fruchtsäften vermischen. Vorher sollte jedoch ein Blick in den Beipackzettel geworfen werden, um mögliche Wechselwirkungen auszuschließen.

„Wichtig ist, dass die Kinder das Glas austrinken „, betont Hartmann. Nur so ist gewährleistet, dass die verordnete Wirkstoffmenge auch im Körper ankommt. Den Hustensaft mit zusätzlichem Zucker zu versetzen empfiehlt sich nicht. ” Die Kinder werden sonst zu sehr an Süßes gewöhnt”, betont der Kinderarzt.

Über die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme diskutieren sollte man mit seinem kranken Kind grundsätzlich nicht. „Es kommt zu häufig vor, dass sich Eltern aus Mitleid mit dem quengelndem Nachwuchs nicht an die vom Arzt empfohlene Dosierung halten”, kritisiert Hartmann.