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Berlin: Asthmaspray: Viele machen es falsch

Berlin : Asthmaspray: Viele machen es falsch

Vor der Einnahme von Asthmaspray sollten Patienten sich im Zweifelsfall beraten lassen. Eine Studie habe ergeben, dass viele Asthmatiker das Spray falsch verwenden, teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit.

„Der häufigste Fehler war, dass der Kopf nicht nach hinten geneigt wurde”, sagte ABDA-Sprecherin Ursula Sellerberg. Problematisch war auch, dass viele Patienten nach der Inhalation nicht den Atem anhielten und das Mundstück nicht von Speichelresten säuberten.

Auch sollte der Mund nach der Inhalation des Sprays sorgfältig mit Wasser ausgespült werden, sagte die Apothekerin. „Dadurch werden Kortison-Partikel entfernt.” Sonst könne es leicht zu einer Pilzinfektion in der Mundhöhle kommen.

Bei der Studie wurde die Inhalationstechnik von 750 erwachsenen Patienten in 55 Apotheken untersucht. Fast 80 Prozent atmeten das Spray dabei nicht korrekt ein. Anschließend wurden die Patienten beraten und nach vier Wochen kontrolliert. Die Fehlerquote war auf 28 Prozent gesunken. „Durch ein einziges Beratungsgespräch können also zwei Drittel der Fehler vermieden werden”, sagt die ABDA-Sprecherin

Auch die Vielfalt der Produkte trägt laut Sellerberg zur Unsicherheit der Patienten bei: „Es gibt ungefähr 20 verschiedene Systeme auf dem Markt.” Asthmatiker sollten sich daher vor der ersten Anwendung eines neuen Sprays in der Apotheke beraten und sich das Produkt eventuell auch vorführen lassen. „Das ist kostenlos und gehört zur normalen Beratung dazu.” Allerdings könne es nicht schaden, zuvor mit dem Apotheker einen Termin zu vereinbaren.