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Alles zur Blasenentzündung und ihren Symptomen

Frauen besonders häufig betroffen : Blasenentzündung und ihre Symptome

Sie müssen ständig zur Toilette? Oftmals brennt und sticht es beim Wasserlassen? Die Anzeichen einer Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, sind für Betroffene zwar unangenehm, lassen sich aber in der Regel gut therapieren.

Hier erfahren Sie, anhand welcher Symptome Sie eine Blasenentzündung erkennen und welche Behandlungstipps es gibt!

So erkennen Sie eine Blasenentzündung

Bei Frauen, die an einer Zystitis erkranken, heilt eine unkomplizierte Entzündung oftmals ohne Probleme aus. Ursache für die Krankheit sind meist Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Dort vermehren sie sich und die Schleimhaut der Harnblase entzündet sich. Die Harnröhre von Frauen ist deutlich kürzer, weshalb sie häufiger betroffen sind als Männer.

Damit es nach einer solch unangenehmen Erfahrung möglichst nicht wieder zur Blasenentzündung kommt, haben viele Betroffene ein großes Interesse daran, zu wissen, wie sie einer erneuten Blasenentzündung vorbeugen können.

Brennen beim Wasserlassen? Nicht nur ein Symptom der Zystitis

Wenn Sie sich fragen: „Habe ich eine Blasenentzündung?“, dann lesen Sie hier, ob Sie die typischen Symptome einer Blasenentzündung aufweisen. Die gängigsten Beschwerden sind: Brennen beim Wasserlassen, starker und häufiger Harndrang sowie leichte bis starke Schmerzen im gesamten Unterleib.

Hinzu kommt ein ständiger Drang, die Blase zu entleeren – oft kommt er sehr schnell, sodass Betroffene plötzlich zur Toilette müssen. Meist verlieren sie jedoch nur geringe Urinmengen. Bei vielen Frauen nehmen die Schmerzen zu, wenn die Blase fast oder vollständig leer ist. Für manche ist es auch schwierig, den Harn zu halten – das wiederum kann sehr belastend sein.

Darüber hinaus ist unter Umständen der Urin getrübt und/oder der Geruch hat sich unangenehm verändert. Manchmal kommt es zu Blutbeimischungen. Abgeschlagenheits- und Krankheitsgefühl, Gereiztheit sowie ein schlechtes Schlafverhalten gehören ebenfalls zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung.

Es kann auch vorkommen, dass keine Symptome einer Zystitis auftreten, Ärzte in einem Urintest jedoch Bakterien nachweisen. Sie bezeichnen dies dann als asymptomatische Bakteriurie.

Blasenentzündung erkannt – was nun?

In der Regel wirken gegen die Symptome einer akuten Zystitis Antibiotika, die für eine schnellere Heilung sorgen. Sie müssen jedoch nicht immer zum Einsatz kommen – bei 30 bis 50 von 100 Frauen heilt eine unkomplizierte Form der Erkrankung innerhalb einer Woche auch ohne Antibiotika ab. Im Fall von leichten bis mittelstarken Beschwerden können Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen helfen – sie wirken schmerzlindernd. Halten die Symptome einer Blasenentzündung an, gehen Sie zum Arzt Ihres Vertrauens.

Darüber hinaus gibt es auch Hausmittel, die Sie einsetzen können, nachdem Sie eine Blasenentzündung erkannt haben:

Steigern Sie Ihre Trinkmenge bei den ersten Anzeichen auf zwei bis drei Liter täglich. Aufgrund der erhöhten Flüssigkeitszufuhr müssen Sie häufiger auf die Toilette und spülen dadurch die Keime wieder aus.

Trinken Sie neben Wasser auch spezielle Blasen- und Nierentees, die Sie nach Packungsanweisung zubereiten. Die Inhaltsstoffe wirken antibakteriell. Verzichten sollten Sie hingegen auf Koffein und Limonade: Sie reizen die Blase und fördern das Bakterienwachstum.

Gönnen Sie sich Ruhe und schonen Sie sich! Wärme kann Sie dabei unterstützen, denn sie entspannt die Blasenmuskulatur und lindert so die Schmerzen. Ein durchblutungsförderndes warmes Fußbad, die gute alte Wärmflasche, eine mollige Kuscheldecke oder die Heizdecke – Sie haben die Wahl.

Auch eine feuchtwarme Blasenauflage mit Zusatz eines schmerzhemmenden ätherischen Öls empfinden Betroffene oft als angenehm. Ebenso ein Sitzbad, das Sie mit warmem Wasser und unterstützend mit Meersalz oder Ölen anreichern. Um einen Effekt zu erzielen, setzen Sie sich für einige Minuten dort hinein.

Und zu guter Letzt hilft Ihnen unter Umständen Apfelessig: Dreimal am Tag einen Esslöffel Apfelessig in lauwarmes Wasser geben und trinken. Die enthaltene Säure soll Keime und Bakterien bekämpfen.

Brennen beim Wasserlassen? Häufiges Leiden auch von Männern

Junge Männer sind zwar selten betroffen, jeder fünfte Mann ab 60 Jahren erkrankt jedoch mindestens einmal im Jahr an einer Blasenentzündung. Eine verengte Harnröhre ist oftmals die Ursache für Infekte. Zu ihren typischen Symptomen zählen unter anderem erschwertes Wasserlassen, nächtlicher Harndrang oder Rückenschmerzen, vor allem wenn die Entzündung bei Männern auf die Prostata übergreift. Suchen Sie bei anhaltenden Schmerzen einen Arzt auf, der die Zystitis entsprechend behandeln kann.