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Wiesbaden: Ärzte warnen vor Virus-Gefahren in Italien und Osteuropa

Wiesbaden : Ärzte warnen vor Virus-Gefahren in Italien und Osteuropa

Ärzte warnen derzeit vor gefährlichen Infektionskrankheiten, mit denen sich Reisende in Italien und Osteuropa anstecken könnten.

In Norditalien seien erstmals Ansteckungen mit dem West-Nil-Virus nachgewiesen worden, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mit. Der Erreger löst bei etwa bei jedem fünften Patienten ein grippeähnliches Fieber, Halluzinationen und Bewusstseinsstörungen aus. In schweren Fällen ist eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung möglich, die vor allem bei älteren Menschen tödlich enden kann.

Vor allem in wärmeren, sumpfigen Gegenden sollten Reisende auf ausreichenden Mückenschutz achten. Denn der Erreger wird laut BDI von Wirtstieren wie Vögeln oder Pferden durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Es sei zu befürchten, dass die Krankheit sich ausbreitet und bis nach Deutschland vordringt.

Aus Osteuropa werden dem BDI zufolge derweil zahlreiche schwere Hepatitis-A-Fälle gemeldet. In Lettland seien seit Jahresbeginn mehr als 1000 Menschen erkrankt, in Tschechien seit Juli mehr als 750, vor allem rund um die Hauptstadt Prag. Touristen sollten sich daher vorbeugend gegen die sogenannte Reisegelbsucht impfen lassen. Das gelte insbesondere für ältere und übergewichtige Menschen.

Übertragen wird die infektiöse Leberentzündung Hepatitis A meist durch verunreinigte Speisen und Getränke. Typische Anzeichen sind neben Fieber, Übelkeit und allgemeiner Abgeschlagenheit vor allem die Gelbfärbung von Haut und Augen. Die Krankheit ist nicht therapierbar, so der BDI.