Frankfurt/Main: Abschrecken von Eiern fördert den Verderbprozess

Frankfurt/Main: Abschrecken von Eiern fördert den Verderbprozess

Bereits im Kindesalter bekommt man beigebracht: Eier lassen sich leichter pellen, wenn sie nach dem Kochen kalt abgeschreckt werden. Diese Küchenweisheit sei schlichtweg falsch, sagt Ludger Fischer, Autor des Ratgebers „Kleines Lexikon der Küchenirrtümer”.

Denn das Schweizer Bundesamt für Gesundheit habe herausgefunden, dass die Schälbarkeit bei abgeschreckten und nicht abgeschreckten Eiern gleichwertig sei. „Zudem wurde festgestellt, dass beim Abschrecken Bakterien durch die Schale ins Innere des Eis gelangen und sich dort vermehren können”, erläutert der Experte. Das Abschrecken fördere demnach nicht den Schäl-, sondern vielmehr den Verderbprozess.

Eier nach dem Kochen abzuschrecken hat also nur einen Sinn: „Die Eier liegen dann nicht so heiß in der Hand”, erläutert Fischer. Wer zudem sein Ei weich gekocht lieber mag, kann mit dem Abschrecken ein Nachgaren vermeiden. Um die Schale jedoch nach dem Kochen leichter zu lösen, empfiehlt der Experte, frische Eier rund eineinhalb Wochen im Kühlschrank zu lagern, bevor sie gekocht werden - denn ältere Eier lassen sich leichter pellen als frische.

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