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5 Hausmittel gegen die Wintererkältung​

Grippaler Infekt : Fünf Hausmittel gegen die Wintererkältung

Die kalte Jahreszeit bringt neben wunderschönen Winterlandschaften auch einige negative Aspekte mit sich. Vor allem der im Volksmund häufig als „Wintererkältung“ bezeichnete grippale Infekt macht vielen zu schaffen.

Zum Glück gibt es noch immer einige bewährte Hausmittel, welche eine schnellere Genesung versprechen.

Erkältung: So sollten Sie handeln

Eine Erkältung ist eigentlich zu jeder Zeit ein großes Ärgernis. Durch die schlechte körperliche Verfassung ist es im geschwächten Zustand kaum noch möglich, den Alltag wie gewohnt zu erleben. Geplante Treffen mit Freunden müssen meist ebenso abgesagt werden wie ausgiebige Trainingsstunden. Im Winter kommt es bei vielen - bedingt durch die vielen kursierenden Viren sowie der kühlen Umgebungstemperatur - zu einer Häufung der grippalen Infekte.

Sollte sich eine Erkältung anbahnt, empfiehlt es sich, auf besonders viel Ruhe und Erholung zu achten. Wer den Infekt ignoriert, kann damit nicht nur den Prozess der Genesung erheblich behindern und damit auch verlangsamen, sondern auch Folgeschäden provozieren. Auch wenn sich eine Erkältung als keine allzu große Problematik entpuppt, sollte sie schonen auskuriert werden.

Warme Speisen und Getränke unterstützen die Prozesse im Körper

Zu den beliebtesten Hausmitteln bei grippalen Infekten zählen warme Speisen und Getränke. Vor allem flüssige Lebensmittel wie Tees oder Suppen können dem Körper kontinuierlich zugeführt werden und sorgen damit für eine beständige Wärmequelle. Dadurch können wir wichtige Kräfte schonen, die sonst für die Erhaltung der Körpertemperatur hätten aufgebracht werden müssen.

Besonders beliebt ist die Hühnersuppe. Zwar gibt es keine wirklichen wissenschaftlichen Indizien für die Wirksamkeit dieses Hausmittels, dennoch gibt sie ein gutes Gefühl und stimmt positiv auf die Genesung ein. Hinzu kommt, dass sich eine solche Suppe hervorragend zur Einnahme von wichtigen Nährstoffen eignet. Trotz der häufig eintretenden Appetitlosigkeit ist flüssige Nahrung meist gut verträglich, die weiche Einlage in Form von Fleisch und Gemüse macht das Gericht vergleichsweise nahrhaft.

Häufig wird auch der Konsum von Chili oder anderem scharfem Essen empfohlen. Hierdurch wird nicht nur die Nase frei, der kurze Kick durch die Schärfe bringt auch ein belebendes Gefühl.

Zudem ist allseits bekannt, dass Chili und Co. auch über eine Erkältung hinaus positive Effekte auf die Gesundheit haben können. Es empfiehlt sich daher definitiv, im Falle einer Erkältung zu scharfen Lebensmitteln zu greifen. Auch hier gilt jedoch Vorsicht bei größeren Mengen. Schließlich könnten sonst Reizungen im Magen auftreten und zu weiteren Beschwerden führen.

Flüssigkeitsaufnahme steigern - Schleimhäute schützen

Warme Getränke erfüllen noch einen zusätzlichen Zweck. Schließlich bieten sie Flüssigkeit, um das Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern. Diese gelten nur dann als vollständig intakt, wenn sie eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen können. Andernfalls ist es für Bakterien und andere Krankheitserreger ein Kinderspiel, den Menschen als Wirt zu belagern. Dabei fällt es den Erregern während einer Erkältung besonders leicht.

Einerseits sind die Abwehrkräfte längst nicht so stark wie im gesunden Zustand, andererseits drehen die meisten Menschen die Heizung auf. Dadurch gibt es zwar eine zusätzliche Wärmequelle, die trockene und warme Luft sorgt jedoch für das Austrocknen der Schleimhäute in den Atemwegen. Empfehlung: Daher stets eine Tasse Tee griffbereit haben, aus der regelmäßig ein Schluck genommen wird.

Medikamente gegen die Wintererkältung

Auch Medikamente können gegen eine bereits vorhandenen oder bevorstehende Wintererkältung eingenommen werden. Man sollte jedoch zuvor einen Arzt aufsuchen, bevor man selbst entscheidet, welche Medikamente man einnehmen möchte. Es werden normalerweise Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen, gegen Kopf- oder Gliederschmerzen eingesetzt, denn diese sind effektiv und können ohne Rezept gekauft werden.

Wenn die Nase bereits läuft oder gar verstopft ist, dann können Nasentropfen eine gute Option sein, denn sie helfen, die Nase schnell wieder freizubekommen, wodurch mehr Luft zum Atmen zur Verfügung steht. Salbutamol, ein weit verbreitetes Mittel gegen Asthmasymptome, kann beispielsweise auch zur Behandlung von Atemproblemen eingesetzt werden, da es sich positiv auf die Lunge auswirkt.

Freie Atemwege dank Inhalation

Mehr als die Hälfte der Deutschen wird mindestens einmal pro Jahr mit einem grippalen Infekt konfrontiert. Die verstopfte Nase oder ein Engegefühl im Hals sind häufige Begleiterscheinungen einer Erkältung. Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, um die Beschwerden mithilfe von Inhalation zu lindern, wird die Symptome jedoch relativ schnell loswerden können. Hierzu sind übrigens keineswegs spezielle Mittel notwendig, die Inhalation kann auch mit reinem Wasserdampf durchgeführt werden.

Dafür einfach kochendes Wasser in eine Schüssel gießen und sich nach kurzer Abkühlzeit über das Gefäß beugen. Im Anschluss für einige Minuten den aufsteigenden Wasserdampf ein und aus atmen. Dabei immer darauf achten, dass der Dampf nicht zu heiß ist, hierdurch könnten sonst weitere Reizungen der Atemwege entstehen.

Noch besser kann die Inhalation wirken, wenn entsprechende Mittel in das Wasser gegeben werden. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, dort wird man zudem über die einzelnen Wirkungen aufgeklärt. Wahlweise gibt es an dieser Stelle auch spezielle Vorrichtungen, mit denen das Inhalieren erleichtert wird. Über einen direkten Aufsatz für Mund und Nase, mit dem die Konzentration der Dämpfe kontrolliert werden kann.

Wadenwickel als altbewährtes Mittel gegen Fieber

Nahezu jeder kennt sie, doch kaum jemand weiß, wie sie eigentlich angewendet werden: Wadenwickel. Sie können eingesetzt werden, wenn die Erkältung an Intensität gewinnt und die Körpertemperatur ein überdurchschnittliches Level erreicht. Am besten gelingt der Vorgang mit feuchten Handtüchern, optional können jedoch auch Tücher in Wasser getränkt und anschließend verwendet werden.

Die Handtücher werden dann um die Wade gewickelt. Im besten Falle delegiert man diese Aufgabe an eine zweite Person, da das Anlegen der Wadenwickel an den eigenen Beinen recht kompliziert sein kann. Die Handtücher werden zwei bis drei Mal um die Wade gewickelt und tragen nun dazu bei, dass der Körper seine Temperatur allmählich auf einen normalen Zustand reduzieren kann.

Wadenwickel nicht als Allheilmittel betrachten

Beachtet werden sollte hierbei jedoch, dass die Wadenwickel lediglich einen Teil zur Genesung beitragen und ab gewissen Temperaturen ihre Wirksamkeit verlieren. Mann sollte sich also keinesfalls nur auf dieses Hausmittel verlassen und im Ernstfall zur Abklärung der Symptome einen Arzt aufsuchen.

Übrigens: Wadenwickel sind auch bei Kindern anwendbar, auch hier gilt jedoch der sorgsame Umgang mit dem Fieber und die Beobachtung, ob die Wadenwickel den gewünschten Erfolg erzielen können.

Dieses Verfahren lässt sich übrigens auch an anderen Stellen des Körpers anwenden. Vor allem die Brust ist hierfür ein beliebtes Ziel. Geachtet werden sollte jedoch auf einen regelmäßigen Austausch der Wickel. Nach etwa einer halben Stunde verfliegt der kühlende Effekt, wodurch neue Wickel benötigt werden.

Auch deshalb bietet es sich wunderbar an, eine zweite Person zu involvieren. Diese kann bei Bedarf neue Wickel anlegen und bereits verbrauchte Wickel neu aufbereiten, indem sie erneut in kühles Wasser gelegt werden.