München: Zeitlose Renditeobjekte: Der Markt für Luxusuhren

München: Zeitlose Renditeobjekte: Der Markt für Luxusuhren

Der Markt für Luxusuhren gewinnt für Sammler und Anleger immer größere Attraktivität. Die Nachfrage nach den exklusiven Zeitmessern ist weltweit gestiegen. Gleichzeitig sind dank Internethandels eine große Zahl begehrter Luxusmarken auf dem Markt, die zum Teil deutlich unter dem Listenpreis gehandelt werden.

Goldene Zeiten also für Uhrenjäger? - Ja und Nein. Im Handel mit seltenen und gesuchten Chronometern gelten die gleichen Grundsätze wie für den Erwerb anderer Sammel- und Luxusartikel: Es braucht Expertise und einen seriösen Händler. Wenn diese beiden Grundpfeiler stehen, können mit Uhren exzellente Renditeobjekte erworben werden.

Zahlen einer boomenden Branche

Die Zahlen sprechen für sich: Jährlich werden mit Luxusuhren weltweit 30 Milliarden Euro umgesetzt. Noch beeindruckender ist die vom Schweizer Uhrenverband geschätzte Steigerungsrate dieses Umsatzes: 25 Milliarden Euro per annum. Vor allem wohlhabende asiatische Käufer schalten sich in die Jagd nach den berühmten Marken ein. Auch die Verkaufszahlen gebrauchter Luxusarmbanduhren können sich sehen lassen: Sie wechseln im Wert von 10 Milliarden Euro den Besitzer.

Diese Summen belegen, wie begehrt und gejagt das Sammel- und Statusobjekt Luxusuhr ist. Besonders gesuchte Marken und Sondereditionen haben in den zurückliegenden fünf Jahren zehn bis fünfzehn Prozent, in Einzelfällen bis zu fünfzig Prozent Rendite gebracht. Ein Markt, der so heißgelaufen ist, bietet naturgemäß auch Fallen. Hier nur ein Beispiel für die Schweizer Luxusuhren: Im Jahr 2013 wurden laut Schweizer Uhrenverband 29 Millionen Uhren hergestellt; diesen standen 33 Millionen Repliken gegenüber. Darum gilt: Für den sicheren Kauf braucht es Fachwissen; und einen vertrauensvollen Uhrenhändler.

Originaluhr versus Replik

Repliken von Luxusuhren werden immer besser. Fabrikmäßig in asiatischen Billiglohnländern produziert, sind die Fälschungen auf den ersten Blick vom Laien nicht zu erkennen. Dennoch gibt es Prüfkriterien, mit denen auch der nichtprofessionelle Käufer dem Betrug auf die Spur kommen kann. Eins vorweg: Die Seriennummer allein bietet keine hundertprozentige Echtheitsgarantie mehr. Es ist schon vorgekommen, dass die Fälscher echte Uhren erworben haben und deren Nummer in ihre Repliken hineingefräst haben. Eine echte Uhr führt immer ihre vollständigen Papiere mit sich. Das sind das Echtheitszertifikat mit der Seriennummer und der korrekt ausgefüllte Garantieschein. Möglichst sollte auch die original Uhrenbox und die Bedienungsanleitung dabei sein.

Luxusuhren auf dem Prüfstand

Luxusuhren sind am kratzfesten, meist entspiegelten Saphirglas zu erkennen. Feine Kratzer auf der Glasfläche deuten auf Fälschungen hin. Auch ungenau ausgeführte Gravuren und eine Datumsanzeige, die nicht exakt im Lupenfeld steht, sind Warnzeichen. Unscharf konturierte Zifferblätter und unsauber gearbeitete Nähte an Lederarmbändern sollten ebenfalls als Alarmsignale gewertet werden. Ein wichtiges Echtheitskriterium ist das Gewicht: Repliken sind oft leichter als die Originale. Es lohnt sich, die Uhr auf die Feinwaage zu legen und mit den Herstellerangaben zu vergleichen.

Vertrauen ist die Basis beim Uhrenkauf

Beim Kauf von Luxusuhren entscheidet entweder die persönliche Ästhetik oder, wenn die Uhr als Sammel- und Renditeobjekt erworben werden soll, die Präferenz bestimmter Marken und Sondereditionen. Für Liebhaber exklusiver Zeitmesser ist es wichtig, auf ein breites und abwechslungsreiches Portfolio zurückgreifen zu können wo alle großen Luxusuhren-Manufakturen versammelt sind. In den meisten Fällen stammen die exklusiven Stücke aus Privatverkäufen oder Inzahlungnahmen.

Oft sind es Fehlkäufe oder Firmenauflösungen, die allenfalls einige Wochen alte, ungetragene Luxuszeitmesser deutlich unter Listenpreis in den Handel bringen. Auch Sammlerstücke und echte Raritäten sind online immer wieder zu finden. Ein seriöser Händler gibt potenziellen Käufern die Möglichkeit, Uhren vor Ort zu besichtigen. Er führt seine eigene Uhrmacherwerkstatt, deren Experten jedes eingehende Stück auf Zustand, Funktionalität und Echtheit überprüfen. Diese Vertrauenswürdigkeit drückt sich meist in der einjährigen Garantie auf alle Luxusuhren sowie einem Rückgaberecht aus. Schwarze Schafe gibt es unter Online-Uhrenhändlern viele. Ein seriöser Händler teilt die Begeisterung seiner Kunden für das Kulturgut Uhr.

(vo)