Aachen: Wohnriester ist besser als sein Ruf

Aachen: Wohnriester ist besser als sein Ruf

Gerade in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase überlegen viele Menschen, ein Eigenheim zu finanzieren. Dabei hilft auch der Staat. Denn Wohnriester ist besser als sein Ruf, besonders bei steigenden Mietpreisen.

Im Alter keine Miete zahlen, das bringt viele Vorteile, denn Wohneigentum gewährt Sicherheit und große Ersparnis. Zudem zählen die eigenen vier Wände zu den wertstabilsten Geldanlagen. Der Staat fördert Wohneigentum unter Anderem durch eine Riester-Förderung, dem sogenannten Wohnriester. Laut Landesbausparkasse (LBS) existieren in Deutschland inzwischen weit über eine Million Wohn-Riester-Verträge. Fünf Jahre nach Einführung des Eigenheimrentengesetzes ist damit diese Form der geförderten Altersvorsorge voll etabliert, so die Zwischenbilanz von LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm.

Verbraucherschützer loben Wohnriester daher als besonders nützlich. Der Entlastungseffekt ist hier besonders groß. So können etwa Familien mit mittlerem Einkommen durch Wohnriester teilweise mehrere Jahrzehnte lang mehr als 100 Prozent ihrer eigenen Sparleistung erhalten. Solche Eigentümer sind fünf Jahre schneller schuldenfrei als mit einer konventionellen Finanzierung -; so Hamm.

Multiplikator-Effekt nutzen

Auf den Internetseiten der Landesbausparkassen können Interessierte ausrechnen, wie viel mehr Rente ihnen mit einer Wohnriester-Förderung im Alter zur Verfügung steht. Dabei schlägt besonders das mietfreie Wohnen positiv zu Buche. Im Schnitt können Wohnriester-Geförderte im Rentenalter monatlich rund 1.200 Euro erwarten. Netto heißt: die nachgelagerte Steuer für den Wohn-Riester-Vertrag und die regelmäßigen Instandhaltungskosten sind schon abgezogen, erläutert der LBS-Chef.

Wer einen Haus- oder Wohnungskauf plant, kann durch die Förderung seine Darlehenszeit verkürzen oder die Finanzierungsbelastung senken. Ob Singles oder Familien, durchschnittlich umfasst die Unterstützung während der Spar- und Darlehensphase 34.000 Euro. Zudem betont Hamm, dass Wohneigentum durch Riester mehr als nur die Mindest-Beträge spart, die im Rahmen der Riester-Förderung nötig sind: Studien belegen, dass Wohneigentümer bei gleicher Einkommenssituation einerseits über das Immobilienvermögen verfügen und außerdem noch über mehr Geldvermögen als vergleichbare Mieterhaushalte.

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