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Biallos Ratgeber: Wohin mit nicht mehr gewollten Habseligkeiten?

Biallos Ratgeber : Wohin mit nicht mehr gewollten Habseligkeiten?

In Zeiten eingeschränkter Freizeitmöglichkeiten bleibt Zeit zum Aussortieren. Aber wohin mit Büchern, alten Videos, Klamotten und Kinderspielzeug? Tipps zur Spende und zum Verkauf.

Vollgestopfte Kleiderschränke, Bücher, die man nicht nochmal lesen, DVDs, die niemand mehr anschauen wird, Spielzeug, dem die Kinder längst entwachsen sind: Unsere Wohnungen und Häuser sind voll von ungenutzten Gegenständen. Etwa 10.000 davon besitzt durchschnittlich jeder Deutsche und beinahe täglich kommen weitere dazu.

Laut einer Greenpeace-Studie verfügt jeder hierzulande allein über 95 Kleiderstücke (Unterwäsche und Strümpfe nicht mitgerechnet). Trotzdem kaufen wir Jahr für Jahr 40 bis 70 weitere neue Klamotten, von denen nur etwa die Hälfte tatsächlich regelmäßig getragen wird. Bevor einem das dann alles über den Kopf wächst, ist es Zeit auszumisten.

Des einen Leid – des anderen Freud:  Ballast abzuwerfen und die Übersicht über die eigenen Besitztümer zurückzugewinnen, kann überaus befreiend wirken und nebenbei so manchen Doppelkauf verhindern. Auf der anderen Seite hat die Produktion all dieser überflüssigen Habseligkeiten Ressourcen verbraucht. Sie sollten deshalb nicht einfach im Müll landen, sondern möglichst lange genutzt werden. Die neuwertige Jeans, in die man sich doch nicht mehr hineinhungern wird, könnte das Lieblingsstück einer Freundin werden, das nie benutzte Kaffee-Service bei einer Flüchtlingsfamilie zu neuen Ehren kommen. Dekorationsartikel, an denen wir uns satt gesehen haben, können andere wunderschön finden. All diese Sachen müssen nur einen neuen, passenden Besitzer finden.

Aussortierte Dinge verkaufen: Sich von Dingen zu trennen, ist nicht immer ganz einfach, besonders wenn wir dafür einmal ziemlich viel Geld ausgegeben haben – etwa für Marken-Klamotten, Designer-Taschen oder doch nie benutzte Sportartikel, Elektronik, Kameras oder Küchengeräte.

Leichter wird das, wenn man durch den Verkauf wenigstens einen kleinen Teil der Investition zurückerhält. Die klassischen Möglichkeiten dafür sind – sofern es die Kontaktbeschränkungen derzeit zulassen – Flohmarkt, Kleinanzeigen, Aushänge auf schwarzen Brettern am Arbeitsplatz, im Supermarkt oder Kindergarten, Skibörsen, Kleiderbasare oder Second-Hand-Läden, bei denen man allerdings auf einen gewissen Prozentsatz des Erlöses verzichten muss. Das gleiche gilt für den Verkauf im Internet über Portale wie Ebay, Amazon, Momox, Rebuy, Gebraucht.de, Kleiderkreisel, Rebelle, Ubup, Mädchenflohmarkt und andere. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Prinzipien: Während Momox und Rebuy Bücher, Medien oder Elektronik zu einem festen Preis ankaufen, stellen die meisten Portale lediglich die Plattform für den Verkauf zur Verfügung und verlangen dafür anteilige Gebühren.

Überflüssiges spenden: Alternativ kann man gut erhaltene Sachen für einen sozialen Zweck spenden. Beispielsweise in einem der 54 Oxfam-Shops. Unter dem Motto „Wir machen Überflüssiges flüssig“ verkaufen dort ehrenamtliche Mitarbeiter gespendete Waren für die Finanzierung von Hilfsprojekten und politischer Entwicklungsarbeit. Aber auch Wohlfahrtsverbände wie das Rote Kreuz oder gemeinnützige Vereine betreiben Second-Hand-Läden und Sozialkaufhäuser. Man findet sie nach Ort oder Postleitzahl sortiert auf der Internetseite „Wohin damit“.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.