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Wenn der Turnschuh im Tresor landet: 5 kuriose Wertanlagen

Fünf kuriose Wertanlagen : Wenn der Turnschuh im Tresor landet

Aktien, Gold, Immobilien - da denkt jeder gleich an Geldanlagen mit hoffentlich guten Chancen auf Rendite. Schon etwas ungewöhnlicher, aber immer noch eine gängige Option sind Wertgegenstände wie Oldtimer, Kunstwerke oder Sammleruhren. Es gibt allerdings auch Menschen, die ganz anders investieren und mit skurrilen Dingen wie Turnschuhen, Karpfen oder Legosteinen Geld machen - und das manchmal erstaunlich erfolgreich.

Koikarpfen

Viele denken bei Karpfen wohl erst mal an leckere Fischgerichte. Doch Koikarpfen sind nicht für den Teller bestimmt. Die edlen Zierfische sind ihren Fans lieb und vor allem auch teuer. In Europa bringen wertvolle Exemplare vier- bis fünfstellige Beträge, in ihrem Heimatland Japan noch weitaus mehr.

Wer jetzt glaubt, ein kleiner Koi aus der nächsten Zoohandlung sei vielleicht eine lohnende Investition für die heimische Badewanne, liegt aber falsch. Längst nicht jeder Fisch wird ausgewachsen zum Wertobjekt und die Haltung ist durchaus kosten- und pflegeintensiv.

Bonsai-Bäume

Auch diese ungewöhnliche Wertanlage stammt ursprünglich aus Japan. Die kunstvoll im Miniaturformat herangezogenen Bäume können durchaus einige tausend Euro wert sein. Einige mehrere jahrhundertealte Raritäten erzielten Preise im sechs- und sogar siebenstelligen Bereich. Aber auch hier braucht es viel Expertise und Zeit, um wirklich wertvolle Exemplare zu erhalten. Ein schönes Hobby, das aber nur in den seltensten Fällen auch finanziell lohnenswert ist.

Turnschuhe

Um Schuhe als Sammlerstücke hat sich in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entwickelt. Kurioserweise geht es dabei nicht um besonders hochwertige, handgefertigte Edelschuhe, sondern um Sneaker, also um sportliche Alltagsschuhe. Der Kauf und Wiederverkauf von raren, limitierten Modellen hat sich zum durchaus lukrativen Geschäftsmodell entwickelt. Mit nur sechzehn Jahren wurde etwa der Amerikaner Benjamin Kapelushnik durch Sneaker zum Millionär und ist eine kleine Berühmtheit in der Szene.

Einige Modelle verzeichneten innerhalb weniger Jahre Wertsteigerungen von mehr als 7000 (!) Prozent. Auf speziellen Plattformen werden sie mittlerweile wie an einer Börse gehandelt. So verlockend und einfach wie es klingt, ist die Schuh-Investition dann aber doch nicht. Wie auch bei anderen Sammlerobjekten sind spezielle Kenntnisse und auch etwas Glück nötig, um wirklich Gewinne zu machen.

Zudem lässt sich schwer sagen, ob der Sneaker-Hype von Dauer ist. Wer Spaß und Interesse daran hat, kann sein Glück damit versuchen. Allen anderen seien Schuhe und Sneaker doch lieber für die Füße als für den Tresor empfohlen.

Lego

Spielzeuge wie Puppen oder Kuscheltiere sind bekannte Sammelobjekte, deren Beliebtheit und damit Wert in den vergangenen Jahrzehnten allerdings gesunken ist. Anders sieht es bislang bei Legosteinen aus. Die kleinen bunten Plastikklötze des dänischen Spielzeugherstellers erfreuen sich dauerhafter Begehrtheit. Alte, rar gewordene Ersatz- und Einzelteile sind dabei zwar gesucht, aber nicht unbedingt eine Geldanlage.

Anders sieht es bei begehrten Sets aus, die - am besten originalverpackt - gar nicht mal sehr alt sein müssen, um im Wert zu steigen. Ein Beispiel: Ein Lego Star Wars Millennium-Falke First Edition von 2007 kostete seinerzeit 550 Euro. Mittlerweile wird er neuwertig mit über 4000 Euro gehandelt.

Tee

In der Antike war Tee ein beliebtes Zahlungsmittel. Und auch heute noch haben einige Sorten, insbesondere wenn sie lange gelagert wurden, einen erstaunlichen Wert, der schon bei wenigen hundert Gramm in die Tausende gehen kann. Der Handel mit Tee ist allerdings kompliziert und wohl eher nichts für den Durchschnittsanleger.