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Berlin: Wenige Rentner müssen nach Rentenanpassung Steuerbelastung befürchten

Berlin : Wenige Rentner müssen nach Rentenanpassung Steuerbelastung befürchten

Trotz der Rentenanpassung im Juli müssen die meisten Rentner keine Steuerbelastung befürchten. Zwar unterliegen die jährlichen Anpassungen in voller Höhe der Steuerpflicht. Allerdings ist auch der steuerfreie Betrag 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 168 Euro gestiegen - das Existenzminimum liegt demnach bei 8820 Euro, informiert der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

Zusätzlich können Rentner im Schnitt knapp 11 Prozent der Rentenbezüge absetzen - nämlich die durch die Erhöhung angefallenen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Das bedeutet: Nur wenn die diesjährige Rente um mehr als 190 Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, müssen Rentner, die bislang keine Steuererklärung machen mussten, gegebenenfalls erstmals eine abgeben.

Im Juli wurden die Renteneinnahmen im Beitragsgebiet West um 1,9 Prozent und im Beitragsgebiet Ost um 3,59 Prozent erhöht. Durch die etwas stärkere Anhebung kann für Rentner im Beitragsgebiet Ost erstmals eine Steuerbelastung auftreten. Laut BVL seien jedoch verhältnismäßig wenige Rentner betroffen.

(dpa)