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Vorsorge für den Notfall: Vollmacht ermöglicht Bankgeschäfte

Vorsorge für den Notfall: Vollmacht ermöglicht Bankgeschäfte

Der Bevollmächtigte darf zum Beispiel über Guthaben verfügen. So kann er Überweisungen tätigen, Bargeld abheben oder für den Kontoinhaber Rechnungen bezahlen. Er darf zwar auch Kredite, die dem Kontoinhaber eingeräumt worden sind, in Anspruch nehmen, ist jedoch nicht zum Abschluss von neuen Kreditverträgen ermächtigt.

Ab der Erteilung der Vollmacht gilt sie als wirksam. Der Bevollmächtigte kann dann sofort über das Konto verfügen. Wichtig zu beachten: Die Bank prüft nicht, ab wann und unter welchen Voraussetzungen der Bevollmächtigte von der Vollmacht Gebrauch machen kann. Sie prüft auch nicht, ob der „Vorsorgefall” beim Kontoinhaber eingetreten ist. Damit trägt dieser grundsätzlich selbst das Risiko eines Missbrauchs.

Die Vollmacht ist zeitlich nicht befristet. Sie kann vom Kontoinhaber jederzeit ohne Angaben von Gründen widerrufen werden. Darüber sollte die Bank unverzüglich - am besten schriftlich - informiert werden. Sollte der Kontoinhaber sterben, erlischt die Vollmacht nicht, sondern bleibt auch für die Erben in Kraft.

(dpa)