Ulm: Vom ersten Tag im neuen Job nicht zu viel erwarten

Ulm: Vom ersten Tag im neuen Job nicht zu viel erwarten

Der erste Tag im neuen Job ist so ähnlich wie der erste Schultag: Man freut sich, ist wahnsinnig aufgeregt und hat auch ein bisschen Angst vor all dem Unbekannten, das einen erwartet.

„Auf seinen ersten Arbeitstag sollte man sich gut vorbereiten, um niemandem Anlass zur Kritik zu bieten”, sagt Irmgard Reule, Karriereberaterin aus Ulm.

Das fängt schon bei der Garderobe an. „Generell gilt, dass man sich ein klein wenig legerer anzieht, als man zum Vorstellungsgespräch angezogen war, und dass man lieber zu schick als zu lässig gekleidet sein sollte”, sagt Reule. So könne man beispielsweise einen Anzug tragen, aber auf die Krawatte verzichten.

Damit der erste Tag nicht nur aus Fragen besteht, sollte man sich auch noch einmal eingehend über das neue Unternehmen informieren. „So kann man auch die Leute, die einem vorgestellt werden, jeweils schon ein bisschen einschätzen”, sagt Reule.

Um die ersten Kontakte flüssig und reibungslos zu gestalten, empfiehlt die Karriereexpertin, vorbereitend eine kleine persönliche Kurzvorstellung einzuüben. „Auch persönliche Details, die man seinen neuen Kollegen mitteilen kann, sollte man sich dabei schon zurechtlegen. Denn als neuer Mitarbeiter sorgt man unweigerlich für Gesprächsstoff - es ist besser, damit offensiv umzugehen”, sagt Reule.

Sie rät außerdem, mit gezügelten Erwartungen in den großen Tag zu starten. „Es kann im schlimmsten Fall sein, dass der Pförtner nicht über den neuen Mitarbeiter informiert ist, dass der direkte Vorgesetzte außer Haus ist und dass der Arbeitsplatz noch nicht eingerichtet ist”, sagt Reule. Treffe man auf ahnungslose Mitarbeiter, sollte man sich kurz und freundlich vorstellen und erklären, in welchen Abteilungsbereich man gehört.

Falls Schreibtisch, Monitor oder Passwort fehlen, wendet man sich üblicherweise an die Assistenz des zukünftigen Vorgesetzten, die dann alles Nötige in die Wege leiten kann. „Falls man Wartezeiten überbrücken muss, kann man beispielsweise mit dem Vorgesetzten formelle Abwicklungen besprechen oder um offizielle Unternehmensunterlagen bitten, um sich einzuarbeiten”, sagt Reule.

Der erste Kontakt mit den neuen Kollegen ist oft entscheidend für die spätere Atmosphäre im Team. „Eine Einladung, die Kollegen zum Mittagessen zu begleiten, sollte man am ersten Tag auf keinen Fall ausschlagen”, empfiehlt Reule. Hat man zur Mittagszeit noch niemanden gefunden, dem man sich anschließen kann, sollte man einen der Kollegen nach Empfehlungen für gute Adressen in der Nähe bitten: „Dabei kann man dann auch nachfragen, ob jemand in der Gruppe zum Essen geht und ob man sich anschließen darf.”

Auch wenn am ersten Tag oft noch nicht viel zu tun ist, sollte man sich bemühen, die Zeit bis zum Abend sinnvoll zu füllen. „Zum Feierabend beobachtet man, wann sich die meisten Kollegen auf den Nachhauseweg machen - dieser Masse kann man sich dann unauffällig anschließen”, sagt Reule.