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Köln: Verzinsung klassischer Lebensversicherungen sinkt weiter

Köln : Verzinsung klassischer Lebensversicherungen sinkt weiter

Klassische Lebens- und Rentenversicherungen werfen wegen der Zinsflaute immer weniger ab. Nach Berechnungen der Ratingagentur Assekurata sinkt die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung bei Neuverträgen in diesem Jahr im Schnitt auf 2,61 Prozent.

Das sind 0,25 Prozentpunkte weniger als 2016, wie Assekurata am Dienstag in Köln mitteilte. Noch härter trifft es neuartige Policen ohne Garantieverzinsung. Sie kommen den Angaben zufolge im Schnitt auf eine laufende Rendite von 2,44 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Anders sieht das Bild im langfristigen Vergleich aus. Auf eine Laufzeit von 25 Jahren hochgerechnet, können Verbraucher den Angaben zufolge bei den neuartigen Policen mit einer Rendite von 2,46 Prozent rechnen, bei klassischen Verträgen nur mit 2,39 Prozent. Die Werte einzelner Versicherer liegen allerdings teils weit auseinander.

Immer mehr Assekuranzen bieten inzwischen Verträge ohne Garantiezins an. Sie sagen lediglich den Erhalt der eingezahlten Beiträge zu und sollen eine etwas höhere Rendite abwerfen.

Die laufende Verzinsung klassischer Lebens- und Rentenversicherungen setzt sich dagegen aus der Überschussbeteiligung und dem Garantiezins zusammen, der vom Bundesfinanzministerium festgelegt wird. Das Garantieversprechen sinkt wegen der Zinsflaute am Kapitalmarkt allerdings seit Jahren. Für Neuverträge liegt der Zins in diesem Jahr nur noch bei 0,9 Prozent, alte Policen kommen auf bis zu 4 Prozent.

(dpa)