Aachen: Versicherungen: So verbessern Sie Ihre Altersvorsorge

Aachen: Versicherungen: So verbessern Sie Ihre Altersvorsorge

Viele Versicherungen bieten Kombinationsmöglichkeiten an, um die private Altersvorsorge durch Bausteine zu erweitern.

Aber was ist davon zu halten, wenn die private Altersvorsorge um weitere Bausteine ergänzt wird? Wir haben die wichtigsten Bausteine für Sie unter die Lupe genommen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Viele Altersvorsorgeverträge lassen sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzen. Grundsätzlich gilt dabei: Eine solche Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ist besser als gar kein Invaliditätsschutz. Aber wer die Wahl hat, sollte Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsschutz lieber trennen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Kapitalversicherungen oft gekündigt werden müssen und in diesen Fällen auch der Invaliditätsschutz verloren geht.

Das Problem:

Neuer Schutz ist oft nicht oder nur mit Einschränkungen zu bekommen.

Berufsunfähigkeitsvorsorge

Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung, die im Falle der Invalidität eine frei vereinbarte Rente zahlt, übernimmt die Berufsunfähigkeitsvorsorge lediglich die Prämie für die gekoppelte Rentenversicherung. Damit läuft die private Altersvorsorge bei Berufsunfähigkeit wie geplant weiter, die Prämien werden bis zum Rentenbeginn von der Berufsunfähigkeitsvorsorge übernommen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die zusätzlichen Kosten für die Berufsunfähigkeitsvorsorge die Rendite nicht zu stark belasten.

Hinterbliebenenschutz

Jahrelang war die Kapitallebensversicherung das beliebteste Vorsorgeprodukt in Deutschland -; vor allem, weil es die Altersvorsorge mit dem Hinterbliebenenschutz kombiniert hat. In den meisten Fällen aber ist eine solche Kombination nicht sinnvoll, weil der Schutz schlicht zu teuer ist. Wer bei einer Kapitallebensversicherung 100.000 Euro Versicherungssumme abschließen will, zahlt durch den Sparvorgang rund 200 Euro monatlich. Eine vergleichbare Risikolebensversicherung ohne Sparvertrag gibt es bereits ab rund zehn Euro monatlich.

Rentengarantie

Das ist die Sorge vieler Vorsorgesparer: Jahrelang zahlen sie in ihre Altersvorsorge ein, und kaum erhalten sie zwei, drei Jahre ihre Rente, sterben sie, und das Geld ist verloren. Die Versicherungswirtschaft weiß natürlich um diesen Vorbehalt und hat die Produkte entsprechend konzipiert. Je nach Vertragsgestaltung ist es jetzt möglich, das Restvermögen zu erhalten oder die vereinbarte Rente einige Jahre weiter beziehen zu können, wenn der Versicherte jung stirbt. Solche Optionen kosten je nach Anbieter Geld und damit Rente. Wenn ein heute 45-Jähriger bis zum 67. Geburtstag 200 Euro monatlich in eine Rentenversicherung einzahlt und dabei komplett auf Garantien verzichtet, erhält er beim besten Anbieter eine Rente von 209,91 Euro. Mit einer Rentengarantie von zehn Jahren sinkt die Rente auf 208,44 Euro -; ein Verlust von unter einem Prozent, der sicherlich zu verschmerzen ist.

Beitragssicherung

Finanziell ärgerlich ist es natürlich auch, wenn der Versicherte den Rentenbeginn gar nicht mehr erlebt, sondern bereits vorher verstirbt. In diesen Fällen lassen sich die Altersvorsorgeverträge so ergänzen, dass bei einem Todesfall das bis dahin aufgelaufene Vertragsguthaben oder die eingezahlten Beiträge ausgezahlt werden. Auch eine solche Vertragsergänzung kostet natürlich und schmälert die Rendite und die spätere Rente. Wenn Sie auf einen solchen Schutz Wert legen, müssen Sie mit einem Abschlag auf die spätere Rente von zwei bis drei Prozent rechnen.

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