Neustadt/Weinstraße: Verpflegungspauschbeträge auch bei Gemeinschaftsessen absetzbar

Neustadt/Weinstraße: Verpflegungspauschbeträge auch bei Gemeinschaftsessen absetzbar

Das Finanzamt muss Verpflegungspauschbeträge unabhängig davon anerkennen, ob tatsächlich ein Verpflegungsmehraufwand anfällt.

Auf den Pauschbetrag bestehe ein Rechtsanspruch, entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (AZ: 1 K 2623/08). Nur wenn der Arbeitgeber Reisekosten steuerfrei vergütet, müssen diese Zahlungen tatsächlich angerechnet werden. Das Angebot einer Gemeinschaftsverpflegung hingegen führt nicht dazu, dass die Verpflegungspauschbeträge verbraucht werden. Der Bundesfinanzhof muss jetzt in der Revision eine abschließende Entscheidung treffen (AZ der Revision: VI R 69/10).

Hintergrund des Streits: Wer außerhalb seines normalen Berufs zum Beispiel auf einem Seminar oder einem Lehrgang arbeiten muss, kann für die ersten drei Monate Verpflegungspauschbeträge als Werbungskosten geltend machen. Davon abzuziehen sind jedoch Reisekostenerstattungen, die der Arbeitgeber steuerfrei gewährt. Unklar war bisher allerdings, wie eine Gemeinschaftsverpflegung angerechnet wird.

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