München: Unterforderung und Langeweile im Job bekämpfen

München: Unterforderung und Langeweile im Job bekämpfen

Ein absolut stressfreier Arbeitsplatz klingt für viele Berufstätige wie ein Traum. Doch wer zum Beispiel nur Routinearbeiten erledigen muss und viel Leerlauf erlebt, der langweilt sich meist und wird auf Dauer eher lustlos und frustriert.

„Es ist einer der häufigsten Irrtümer, dass ein leichter Job einen Menschen glücklich macht”, sagt Marco von Münchhausen, Autor des Buches „Die sieben Lügenmärchen von der Arbeit”. Damit unser Hirn das Glückshormon Dopamin ausschütten kann, brauche es nämlich Aufgaben, die es weder über- noch unterfordern.

Wem die eigene Tätigkeit zu leicht vorkommt, könne zunächst versuchen, sich selbst mehr zu fordern. „Man versucht dann zum Beispiel, seine Aufgaben schneller oder effektiver zu erledigen”, sagt der Trainer und Berater.

Ein Kassierer an der Supermarktkasse nimmt sich vielleicht vor, sich die Namen von Kunden zu merken, die häufiger kommen. Ein Vertriebsmitarbeiter belegt unter Umständen ein Kommunikationsseminar und erarbeitet sich später neue Kundenprofile, in denen er das Gelernte berücksichtigt und mit denen er bessere Ergebnisse erzielt.

Sieht man im eigenen Unternehmen Alternativen, könne man auch zu seinem Vorgesetzten gehen und ihn darum bitten, entsprechend seinen Fähigkeiten eingesetzt zu werden. „Wenn alle Stricke reißen, muss man sich allerdings einen neuen Job suchen”, sagt von Münchhausen.

Dabei sollte man sich genau überlegen, ob man dieselbe Tätigkeit in einer anderen Firma machen möchte oder sich vielleicht eine ganz neue Herausforderung sucht. Bei diesem Prozess könne einem auch die Beratung durch einen Berufscoach weiterhelfen.