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Berlin: Studienkosten geltend machen: Verfahren vor Bundesverfassungsgericht

Berlin : Studienkosten geltend machen: Verfahren vor Bundesverfassungsgericht

Die Kosten für das zweite Studium können als vorweggenommene Werbungskosten beim Finanzamt geltend gemacht werden. Steuerlich kann sich das lohnen, denn beim Berufseinstieg mindern die Werbungskosten später die Steuerlast.

Anders ist dies beim Erststudium: Hier werden die Ausgaben vom Finanzamt derzeit als Sonderausgaben für das jeweilige Jahr anerkannt, erklärt der Bund der Steuerzahler in Berlin. Maximal 6000 Euro im Jahr können steuerlich geltend gemacht werden. Da Studenten aber in der Regel wenig Einkünfte haben, lohnt sich das in vielen Fällen nicht.

Allerdings ist diese Frage noch nicht abschließend geklärt. Das Bundesverfassungsgericht muss diese Frage noch entscheiden (Az.: 2 BvL 24/14). Betroffene Studenten sollten daher die Ausgaben für ihr Erststudium dennoch in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt wird die Kosten zwar nur als Sonderausgaben behandeln, allerdings bekommt der Steuerbescheid einen sogenannten Vorläufigkeitsvermerk. Damit bleibt der eigene Steuerfall automatisch bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts offen.

(dpa)