Hemsbach: Steuerzinsen bei Rück- und Nachzahlungen

Hemsbach: Steuerzinsen bei Rück- und Nachzahlungen

Haben Steuerzahler Erstattungszinsen erhalten, und wird anschließend der Steuerbescheid zu ihren Ungunsten geändert und eine höhere Steuer festgesetzt, werden auch die Erstattungszinsen niedriger berechnet.

Dann müssen sie einen Teil der zuvor erhaltenen Erstattungszinsen zurückzahlen. Darauf verweist das Internetportal steuerrat24.de unter Berufung auf ein Schreiben des Bayerischen Landesamts für Steuern bezüglich der Rückzahlung von Erstattungs- und Nachzahlungszinsen (LfSt Bayern, DStR 2011 S. 411).

Bei dieser Rückzahlung handelt es sich um negative Einnahmen aus Kapitalvermögen, die Steuerzahler im Jahr der Zahlung in der „Anlage KAP” mit einem kräftigen Minuszeichen eintragen müssen. Haben Steuerzahler Nachzahlungszinsen gezahlt, und wird anschließend der Steuerbescheid zu ihren Gunsten geändert und eine niedrigere Steuer festgesetzt, werden auch die Nachzahlungszinsen niedriger berechnet.

Dann muss das Finanzamt den Steuerzahlern einen Teil der zuvor gezahlten Nachzahlungszinsen zurückzahlen. Bei dieser Rückzahlung handelt es sich nicht um steuerpflichtige Erstattungszinsen, sondern um die Minderung zuvor festgesetzter Nachzahlungszinsen: Die zurückgezahlten Zinsen sind damit steuerfrei.