Aachen/Berlin: Solarstrom-Anlagen sind immer günstiger zu haben

Aachen/Berlin: Solarstrom-Anlagen sind immer günstiger zu haben

Hausbesitzer müssen für Solarstrom-Anlagen immer weniger Geld ausgeben. Die Preise für Solarmodule seien in den vergangenen Monaten weiter stark gefallen, sagte Bernd Schüßler von der in Aachen erscheinenden Solarstrom-Fachzeitschrift „Photon”.

Je Modul liegen sie derzeit bei rund zwei Euro je Watt. „Mit den aktuellen Modulpreisen können Installateure komplette Solarstromanlagen inklusive Montage und Netzanschluss für rund 3000 Euro pro Kilowatt anbieten.” Hinzu kommt die Umsatzsteuer. Der Käufer bekommt sie aber vom Finanzamt zurückerstattet, weil er als Stromerzeuger zum Unternehmer wird.

Schüßler rät davon ab, mehr als 3450 Euro pro Kilowatt inklusive Montage und Netzanschluss für eine Kleinanlagen zu bezahlen. Sonst lasse sich keine angemessene Rendite erwirtschaften. „Wer zu rund 3000 Euro pro Kilowatt kauft, kann mit einer Solarstromanlage über 20 Jahre eine Rendite von jährlich rund zehn Prozent erzielen.”

Auch nach Berechnungen der Stiftung Warentest in Berlin können Solaranlagen bei wenig Risiko gute Renditen erzielen. Das gilt sowohl bei Volleinspeisung als auch bei teilweisem Eigenverbrauch. Fünf bis acht Prozent Rendite hält die Organisation laut ihrer Zeitschrift „Finanztest” (Ausgabe 8/2009) für möglich.

Entscheidend seien der Anlagepreis und die Stromausbeute. Wie hoch die Einnahmen tatsächlich ausfallen, hängt der Zeitschrift zufolge unter anderem von der geografischen Lage, der Ausrichtung und der Neigung des Dachs ab.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichte den örtlichen Netzbetreiber, jede eingespeiste Kilowattstunde mit 43,01 Cent zu vergüten. Dieser Preis sei dem Anlagenbetreiber im Jahr der Inbetriebnahme und für weitere 20 Jahre sicher.

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