1. Leben
  2. Geld

Aachen: So können Familien billiger telefonieren

Aachen : So können Familien billiger telefonieren

„Schatz, kannst du noch Milch kaufen?” „Ich habe den Zug verpasst, kannst du mich bitte abholen? Ich habe den Sportbeutel im Bus vergessen.” Der schnelle Informationsaustausch per Handy gehört in den meisten Familien zum Alltag.

Mit dem falschen Tarif reißen solch kurze Anrufe aber schnell ein Loch in die Haushaltskasse. Kostet die Gesprächsminute, wie in vielen Tarifen immer noch üblich, 29 Cent, so kommen bei einer vierköpfigen Familie, in der jeder am Tag nur fünf Minuten mit dem Handy telefoniert, pro Monat über 170 Euro zusammen. Das muss nicht sein.

Vergünstigte Gespräche

„Für Familien empfehlen sich Tarife mit besonders günstigen oder sogar kostenlosen internen Gesprächen”, sagt Thomas Bradler, Telekommunikations-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Damit die Eltern die Telefonkosten der Kinder kontrollieren können, sind Prepaid-Tarife empfehlenswert. Erst wird bezahlt, dann telefoniert.” Vorteil: Der Nachwuchs kann nur telefonieren, solange noch Guthaben auf dem Handy ist. Nachteil: Ist das Guthaben erschöpft, kann man auch in wichtigen Fällen nicht mehr telefonieren.

Ein Anbieter:

Am einfachsten ist es, wenn Familien sich für einen Anbieter und ein Netz entscheiden. Das erleichtert die Verwaltung aller Handy-Konten und vermeidet Tarif-Wirrwarr.

Kunden, die einen der Friends-4free-Evo-Tarife bei Simply und Maxxim im O2-Netz nutzen, telefonieren untereinander gratis. Anrufe in alle anderen deutschen Netze werden mit neun Cent pro Minute abgerechnet, ebenso wie der SMS-Versand. Wer in einem D-Netz telefonieren will, ist bei der T-Mobile-Tochter Congstar auf der sicheren Seite. Dieser Anbieter hat die unterschiedlichsten Tarif-Pakete im Programm.

Besonders interessant für Familien ist Congstar-Prepaid. Gesprächsminute und SMS in alle deutschen Netze kosten jeweils neun Cent. Eine interne Sprachflatrate ist schon für 2,90 Euro monatlich pro Person zu haben.

Zweitkarte:

Viele Mobilfunkkunden haben einen Vertrag bei einem der vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2. Wer damit zufrieden ist, kann für den Partner eine Zweitkarte beantragen. Der Vorteil: Die Abrechnung erfolgt über eine Rechnung.

Generell gilt: Wer auf persönliche Beratung und einen besseren Service Wert legt, geht zu einem Netzbetreiber. Will die Familie vor allem sparen, sollte sie sich für einen Discounter entscheiden. Mobilcom Debitel bietet viele Tarife der Netzbetreiber eins zu eins an, gibt aber einen Preisvorteil von zehn Prozent.

Vertragspartner ist dann nicht der Netzbetreiber, sondern Mobilcom Debitel.

Familientarif:

Toggo Mobile ist ein Anbieter, der sich auf Familientarife spezialisiert hat. Für einen Grundpreis von 4,95 Euro im Monat können Eltern und Kinder zahlreiche Serviceleistungen nutzen. So sind die Eltern stets kostenlos erreichbar, zudem können die Eltern Funktionen wie Internet, Anrufe ins und im Ausland, Service- und Abo-Dienste sperren lassen. Zusätzlich können sie ihre Kinder auf Wunsch orten. Anrufe kosten in alle deutschen Netze zehn Cent pro Minute, die Eltern können aber ein monatliches Budget festlegen. Toggo nutzt das gut ausgebaute Netz von Vodafone.

SMS-Flatrate:

Gehören Teenager zur Familie, sollten Eltern ihnen entweder genau erklären, dass jede einzelne SMS Geld kostet, oder einfach eine SMS-Flatrate für sie abschließen. Bei den Discountern Congstar, Otelo, Debitel light und Klarmobil sind SMS-Flatrates in alle deutschen Netze für rund zehn Euro im Monat zu haben. Das ist nicht pädagogisch wertvoll, schont aber Nerven und Familienbudget.