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Aachen: So halten Sie das Finanzamt in Schach

Aachen : So halten Sie das Finanzamt in Schach

Beim Immobilienerwerb fallen mehrere zehntausend Euro Grunderwerbsteuer an. Mit einigen Kniffs können Sie die Abgabe senken. Kaufen Sie ein Auto oder eine Waschmaschine, so zahlen Sie einmalig 19 Prozent Umsatzsteuer. Ähnlich ist es beim Immobilienkauf.

Hier fallen zum Kaufpreis je nach Bundesland einmalig 3,5 bis 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer an. Am günstigsten ist die Steuer mit 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen. Für ein Haus zum Preis von 450.000 Euro zahlen Sie dort 15.750 Euro Grunderwerbsteuer.

Deutlich tiefer müssen Sie in die Tasche greifen, wenn Sie in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland oder Schleswig-Holstein wohnen. Diese Bundesländer berechnen mit 6,5 Prozent einen fast doppelt so hohen Steuersatz. Für den gleichen Grundbesitz bzw. den gleichen Immobilienbesitz zahlen Sie dort also 29.250 Euro an Kaufsteuern.

Wie bemisst sich die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer orientiert sich am Kaufpreis des Grundstücks bzw. der Immobilie. Erwerben Sie Haus und Grundstück gemeinsam aus einer Hand, etwa von einem Bauträger oder einem privaten Verkäufer, zahlen Sie die Steuer auf den Gesamtpreis. Anders sieht es bei einer Schenkung oder im Erbfall aus. Als Erbe oder Beschenkter zahlen Sie keine Grunderwerbsteuer an das Finanzamt.

So können Sie die Grunderwerbsteuer verringern:

Einbauten separat auflisten

Die Grunderwerbsteuer fällt auf den Grund und Boden, die Immobilie sowie das untrennbar mit dem Objekt verbundene Inventar an, also für das Dach, für Fenster und Türen und für die Rohrleitungen. Anbauten oder Einbaumöbel wie Küche, Sauna, Einbauschränke, Markisen oder die Photovoltaikanlage gehören hingegen nicht zum festen Inventar.

Diese Bestandteile werden daher von der Grunderwerbsteuer nicht erfasst. Um die Steuer zu senken, können Sie diese Positionen beim Immobilienkauf aus dem Gesamtkaufpreis herausrechnen und im Kaufvertrag separat auflisten. Das Gleiche gilt für die abgelöste Instandhaltungsrücklage bei Eigentumswohnungen. Sinkt die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer, sinkt auch die Steuerforderung des Finanzamts.

Grundstück separat kaufen

Eine zweite Möglichkeit zur Steuerersparnis bietet der getrennte Kauf von Grundstück und Immobilie. Kaufen Sie zunächst nur das Grundstück, lassen Sie mehrere Monate vergehen und bauen Sie später Ihr Traumhaus darauf. Bei separatem Kaufvertrag erhebt das Finanzamt die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück.