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Stuttgart: So funktionieren Indexfonds

Stuttgart : So funktionieren Indexfonds

Indexfonds bilden einen Index nach - zum Beispiel den deutschen Leitindex Dax, den MSCI World Index oder den S&P 500. Sie werden passiv verwaltet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Investmentfonds gibt es also keinen Fondsmanager, der aktive Anlageentscheidungen trifft oder versucht den Vergleichsindex zu übertreffen.

Aber auch bei aktiv gemanagten Fonds könne man nicht erwarten, dass sie den Vergleichsindex schlagen, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Die Renditechancen bei passiv gemanagten Fonds sind also tendenziell besser.” Der Grund dafür: Die Kosten für das Management sowie der Verwaltungsaufwand und die Ausgabeabschläge sind bei Indexfonds niedriger, zumal aus dem Fondsvermögen keine Provision an die vermittelnde Bank gezahlt wird.

Die meisten Indexfonds werden an der Börse gehandelt. Den Begriff ETF verwenden Experten als Synonym dafür. ETF steht für „Exchange Traded Fund” - also börsengehandelte Fonds. Grundsätzlich eignen sich Indexfonds für Anleger, die eine Geldanlage für den Vermögensaufbau oder für die Altersvorsorge suchen.

Indexfonds sind immer mit Kursschwankungen verbunden. Anleger sollten hier nur Geld investieren, wenn sie diese aushalten oder aussitzen können, rät der Finanzexperte. Außerdem sei wichtig, dass der gewählte Index breit streut - also in mehrere Länder, Branchen oder Märkte investiert.

Es gibt mehrere Varianten, wie Indexfonds den Index nachbilden: Entweder investieren Indexfonds direkt in die Wertpapiere - im gleichen Verhältnis wie im entsprechenden Index. Dann sprechen Experten von einer vollständigen Replikation.

Oder der Anleger kauft nur die wichtigsten Aktien des Index, dann spricht man von einer sogenannten optimierten Replikation - dabei minimiert man die Handelskosten. Die dritte und komplizierteste Variante ist die Nachbildung über Tauschgeschäfte - sogenannte Swaps. „Dann handelt es sich um eine synthetische Indexnachbildung”, erklärt Nauhauser.

(dpa)