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Aachen: Sicher bezahlen im Internet

Aachen : Sicher bezahlen im Internet

Fälle von Betrügereien beim Online-Banking häufen sich. Gleichzeit sind Online-Überweisungen riskanter geworden. Wie können Sie also Ihre eigene Sicherheit erhöhen? Laut einer Studie des Hamburger Software- und Beratungshauses PPI, benutzt nur jeder zweite Kontoinhaber beim Online-Banking eine Firewall und lediglich ein Drittel verschlüsselt das heimische Netzwerk.

„Deutsche Geldhäuser verbessern ihre Sicherheitsverfahren permanent, um Finanztransaktionen und Online-Banking sicherer zu machen. Das nützt aber nichts, wenn die Bankkunden am heimischen Computer die Gefahr nicht erkennen oder leichtfertig handeln“, sagt Michael Schunk, Bankexperte bei PPI.

Verschiedene Passwörter verwenden

45 Prozent der Nutzer geben Kennwörter und Pin an Dritte weiter und sechs von zehn Kunden nutzen für verschiedene Internet-Dienste dasselbe Passwort. „Kunden sollten verschiedene Passwörter wählen, eine gute Firewall installieren und regelmäßig ihr Virenprogramm aktualisieren“, so Schunk. Weitere Vorkehrungen wie etwa die Einrichtung eines Überweisungslimits oder die Sperrung von Auslandsüberweisungen sind empfehlenswert.

Online-Banking: Zahlendreher vermeiden

Wer einen Tippfehler im Überweisungsformular macht, könne das Geld nicht mehr so einfach zurückbuchen lassen, warnt Bankrechtsexperte Professor Georg Bitter von der Universität Mannheim. Deshalb sollten Sie bei jeder Überweisung die IBAN bzw. BIC sowie den genauen Geldbetrag überprüfen.

Zahlen mit Kreditkarte und Lastschriftverfahren

Beliebt und sehr häufig im Internet im Einsatz sind Kreditkarten. Mit dem SecureCode bei Mastercard und dem Verified by Visa wird bei Einkäufen zusätzlich ein vom Kunden frei gewähltes Passwort abgefragt. „Da immer mehr Internethändler auf das Secure- oder Verified-Verfahren zurückgreifen, können wir unseren Kunden diese Sicherheitsschranke als wirksamen Schutz gegen Kartenmissbrauch im Internet nur empfehlen“, sagt Ralf-Christoph Arnold, Abteilungsleiter Zahlungsverkehr vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Kreditkartenzahlungen gewährleisten hohe Netzsicherheit. Allerdings besteht bei Kreditkartenzahlungen kein Anspruch auf Widerruf. Die Lastschrift bietet den Vorteil, dass sie innerhalb von sechs Wochen zurückgebucht werden kann. Ein Anruf bei der Bank genügt.

Alternative Bezahlmöglichkeiten im Internet

Der Bezahldienst Paypal ermöglicht Überweisungen per E-Mail. Der Überweisungsvorgang ist elektronisch verschlüsselt und wird entweder im Lastschriftverfahren abgewickelt oder über das Kreditkartenkonto. Bereits abgewickelte Zahlungen können nicht widerrufen werden. Ausnahme: Die Ware ist schadhaft, entspricht nicht den Erwartungen oder trifft gar nicht erst beim Empfänger ein.

Ähnlich funktioniert das Internet-Bezahlsystem Click-and-Buy. Auch hier muss der Kunde einen Zugang anlegen und einen generellen Zahlungsauftrag erteilen, ebenso ist eine E-Mail-Adresse anzugeben. Zugleich muss man sich für eine Zahlungsmethode entscheiden, entweder Bankeinzug oder Kreditkarte. Ein Aufladen des Kontos ist nicht erforderlich, ebenso entsteht kein Restguthaben. Aufgrund der verwendeten Verschlüsselungs-Technik SSL gilt Click-and-Buy als besonders sicher.

Auf Sicherheit des heimischen Computers achten

Die größtmögliche Sicherheit bieten das Lastschriftverfahren sowie das Bezahlen per Rechnung. Allerdings kann dies einige Tage in Anspruch nehmen und somit den Kauf verzögern. Der wichtigste Sicherheitsfaktor stellt der Schutz des heimischen Rechners mittels effektiver Virensoftware und Firewall.

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