Münster: Senioren müssen auch auf Rentennachzahlungen höhere Steuern zahlen

Münster: Senioren müssen auch auf Rentennachzahlungen höhere Steuern zahlen

Steuererhöhungen gelten auch für Rentennachzahlungen. Das geht aus einem am Montag verbreiteten Urteil des Finanzgerichts Münster hervor. Die Richter gaben damit einem Finanzamt Recht.

Im Streitfall hatte ein Kläger im Jahr 2005 neben seinen laufenden Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung auch eine Nachzahlung für das Jahr 2003 erhalten. Der Kläger vertrat die Auffassung, dass die Nachzahlung der im Jahr 2003 geltenden Regelung unterliege und er damit lediglich auf den Ertragsanteil von 32 Prozent Steuern zahlen müsse.

Das Finanzamt hingegen wandte die im Jahr 2005 neu geltende Regelung an, wonach der Rentner auf 50 Prozent seiner Rente Steuern bezahlen musste - zu Recht, wie die Münsteraner Richter nun entschieden.

Das Gericht urteilte, die neu geregelte Besteuerung gelte unabhängig davon, ob die Rentenzahlung auf den Zeitraum 2005 oder davor liegende Jahre entfiele. Auch für die Besteuerung von Rentennachzahlungen gelte das sogenannte Zuflussprinzip. Eine Auslegung des Gesetzes im Sinne des Klägers sei nicht zulässig. Das Gericht hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen (Az: 8 K 783/07 E).

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