Richtig sparen: Anlagetipps für Einsteiger

Richtig sparen : Anlagetipps für Einsteiger

Ob fehlendes Wissen, mangelndes Interesse oder einfach die Angst davor, viel Geld zu verlieren - viele Deutsche beschäftigen sich nur ungern mit dem Thema Geldanlage und verschenken dadurch unnötig Rendite. Denn auch in Zeiten der Zinskrise gibt es die eine oder andere Möglichkeit, Geld effizient anzulegen.

Bevor es an die Wahl der richtigen Anlagemethode geht, sollte man sich zunächst einen Überblick über die eigenen Finanzen verschaffen. Wie viel Geld bleibt am Ende des Monats übrig? Müssen Kredite bezahlt werden? Wie viel Zeit und Aufwand soll beziehungsweise darf die Anlagemethode kosten? Erst wer diese Fragen zu beantworten weiß, kann die richtige Anlageform wählen.

Für vorsichtige Anleger: Tagesgeldkonten und Festgeld

Wer sich einfach nur Geld für Notfälle an die Seite legen möchte, ist mit einem Tagesgeldkonto richtig beraten. Zwar sind die Zinssätze mit durchschnittlich 0,87 Prozent nicht gerade gewinnversprechend, dennoch kann das Geld dort sicher geparkt werden. Der große Vorteil: Beim Tagesgeldkonto kann man jederzeit auf die gesamte Summe zugreifen. Sollte also mal überraschend die Waschmaschine kaputt gehen, lässt sich eine Reparatur dann leichter bezahlen. Alternativ kann man das Geld auf einem Festgeldkonto unterbringen. Der Vorteil dieser Variante sind die festgelegten Zinsen. Es besteht also nicht wie bei einem Tagesgeldkonto die Gefahr, dass der Zinssatz plötzlich sinkt. Dafür müssen Anleger einmalig eine große Summe einzahlen, die erst nach einem bestimmten Zeitraum (der vereinbarten Laufzeit) wieder verfügbar ist; sie können also nicht flexibel agieren.

Mit etwas Risiko satte Renditen kassieren

Wer längerfristig plant und das Geld nicht zwangsläufig sofort zur Verfügung haben muss, kann sein Eigenkapital auch in Immobilien investieren. Hier gibt es beispielsweise die Möglichkeit, über Bausparverträge seine finanziellen Möglichkeiten aufzustocken. Wichtig: Diese Anlageform ist nicht für Menschen geeignet, die das "schnelle Geld" suchen. Dafür lassen sich angesichts der steigenden Immobilienpreise und der hohen Nachfrage nach Wohnraum langfristig satte Gewinne erzielen, sofern die Lage des Hauses oder der Wohnung stimmt.

Im Hinblick auf die aktuelle Rentensituation lohnt es sich, auch über die private Altersvorsorge mittels Investitionen in Aktienfonds nachzudenken. Zwar scheuen viele Menschen noch die Geldanlage in Aktien aus Sorge, ihr Geld zu verlieren - doch wer sich für den Börsenhandel Zeit nimmt und in verschiedene etablierte Unternehmen und Branchen investiert, kann das Risiko minimieren. Denn auch wenn es statistisch gesehen immer wieder Einbrüche und Schwankungen gibt, können Anleger bei etablierten Unternehmen langfristig mit einer Wertsteigerung rechnen. Entsprechend sollte der Anlageplan jedoch mindestens zehn Jahre umfassen.

Private Anleger können an der Börse mithilfe von Online-Brokern wie Flatex agieren. Der Vorteil: Diese internetbasierten Dienste bieten privaten Anlegern die Möglichkeit, den Handel bequem über das Smartphone oder den Laptop zu tätigen. Entsprechend ist der Aufwand bei dieser Anlageform überschaubar.

Zu guter Letzt gibt es noch die Option, sein Geld in eine Lebensversicherung zu investieren. Diese Variante zählt zu den beliebtesten Altersvorsorgen, da das Geld vor der Rente ausgezahlt werden kann. So kann beispielsweise ein 30-jähriger Nichtraucher, der jährlich eine Summe von 1.200 Euro einzahlt, mit einer Versicherungssumme von 50.000 bis 80.000 Euro rechnen - ein genauer Anbietervergleich ist jedoch zu empfehlen.

(vo)
Mehr von Aachener Zeitung