Hannover: Rechnungen erst prüfen und dann einreichen

Hannover: Rechnungen erst prüfen und dann einreichen

Wer bei einem Leitungswasserschaden Rechnungen einreicht, die auch nicht schadensbedingte Positionen umfassen, muss damit rechnen, dass die Versicherung den Schaden insgesamt nicht zahlen muss.

Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Hannover (AZ: 8 O 346/07) hervor. Die Richter sahen in diesem Fall einen Täuschungsvorsatz, weil davon auszugehen ist, dass in der Rechnungseinreichung auch die Erklärung liegt, dass die Positionen auf der Rechnung durch den Schaden verursacht wurden.

Damit ist ein Irrtum des Versicherer mehr als wahrscheinlich, wenn auf der Rechnung eben nicht nur schadensbedingte Posten aufgeführt sind. Und dieser Täuschungsvorsatz führt dazu, dass der Versicherer leistungsfrei wird.