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Bonn: Prüfen lohnt sich: Worauf es bei der Jahresabrechnung ankommt

Bonn : Prüfen lohnt sich: Worauf es bei der Jahresabrechnung ankommt

Wohnungseigentümer sollten die Jahresabrechnung ihres Verwalters gut prüfen. Denn nicht immer sind alle Angaben korrekt, erklärt der Verein „Wohnen im Eigentum” aus Bonn. Die Folge: Eigentümer verschenken oft Geld, wenn sie die Abrechnung ungeprüft durchgehen lassen. Häufige Fehler im Überblick:

Verteilungsschlüssel: Bei Sanierungsmaßnahmen werden die Kosten nicht immer richtig verteilt. Statt sie gestaffelt nach Eigentumsanteilen umzulegen, werden sie häufig gleichmäßig auf die Wohneinheiten verteilt. Die Folge: Besitzer kleiner Wohnungen zahlen zu viel. Wie die Kosten richtig verteilt werden, steht in der Teilungserklärung.

Kostenzuordnung: Grundsätzlich muss jeder Eigentümer die Kosten für sein Sondereigentum allein tragen, für das Gemeinschaftseigentum anteilig. Wo die Grenze verläuft, ist oft nicht klar. So gehören Fenster zum Gemeinschaftseigentum, trotzdem müssen nach manchen Teilungserklärungen Kosten der Instandhaltung die Eigentümer zahlen. Bei größeren Reparaturen lohnt es sich, in der Teilungserklärung nachzulesen, wer die Kosten tragen muss.

Budgetgrenzen: Verwalter überschreiten mitunter das von der Eigentümerversammlung für bestimmte Maßnahmen beschlossene Budget. Das dürfen sie ohne Genehmigung aber nicht. Außerdem dürfen sie ohne Eigentümerbeschluss Ausgaben nur bei Notmaßnahmen wie einem Wasserrohrbruch veranlassen. Da aber die einzelnen Maßnahmen gewöhnlich in der Jahresabrechnung nicht aufgeführt sind, zeigt nur die Überprüfung der Rechnungen beim Verwalter, ob es hier Fehler gibt. Das muss mit der Beschlusslage abgeglichen werden.

(dpa)