Bad Honnef: Plus-Energie-Häuser produzieren zusätzliche Energie

Bad Honnef: Plus-Energie-Häuser produzieren zusätzliche Energie

Häuser, die mehr Energie erzeugen, als ihre Bewohner verbrauchen, sind der neueste Trend im Eigenheimbau.

Die sogenannten Plus-Energie-Häuser werden bereits als Fertighäuser in Holzbauweise angeboten, wie der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF), Dirk-Uwe Klaas, erläutert.

Wer ein solches Haus bauen möchte, muss erneuerbare Energiegewinnungssysteme einsetzen. Das sind in der Regel Photovoltaikanlagen, die Jahreserträge um die 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt Nennleistung bringen. Bei einer 60 Quadratmeter großen Anlage können bei südlicher Ausrichtung und gutem Wirkungsgrad um die 3.500 Euro Einspeisevergütung pro Jahr erreicht werden.

Wer auf dem Land baut, kann auch eine kleine Windkraftanlage nutzen, die sich sogar auf dem Dach montieren lässt. Sie rechnet sich laut Klaas, wenn mindestens die Hälfte des Jahresertrags selbst verbraucht wird. Für Wärmegewinne aus Abwärme oder thermischen Solaranlagen kann es ebenfalls Energiegutschriften geben, wenn die Wärme zum Beispiel in ein öffentliches Fernwärmesystem eingespeist wird.

Doch die Stromerzeugung allein sei nicht ausreichend, um den Plus-Energie-Haus-Standard zu erfüllen, erläutert Klaas. Dieser setze auch eine hocheffiziente Gebäudehülle voraus, die die Wärmeverluste auf ein Minimum reduziere. Außerdem gehörten fortschrittliche Elektroinstallationen und eine sparsame Haustechnik zum Standard.

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