1. Leben
  2. Geld

Passiver Rechtsschutz durch Versicherungen

Auch im Beruf : Passiver Rechtsschutz durch Versicherungen

Ist eine Rechtsschutzversicherung überflüssig oder doch sinnvoll? Rechtliche Streitigkeiten können finanziell sehr belastend sein. Durch eine Rechtsschutzversicherung können diese Kosten effizient abgefedert werden.

So können Ansprüche auch vor Gericht durchgesetzt werden. Es gilt jedoch zu beachten, dass eine solche Versicherung nicht automatisch für jeden Rechtsstreit aufkommt. Umso mehr empfiehlt es sich konkret zu überprüfen, welche Art von Rechtsschutz Sinn macht. Es gibt verschiedene Optionen, welche neben einer einfachen Rechtsschutzversicherung in bestimmten Situationen Sinn ergeben.

Deshalb ist die Berufshaftpflichtversicherung wichtig

Gerade für Unternehmen und Freiberufler ist es essentiell die richtige Versicherung zu wählen. Aus einem beruflichen Versehen können enorme Schäden entstehen, die das Vermögen direkt betreffen. Deshalb lohnt es sich, wenn sich explizit diese Berufsgruppen gut versichern, damit sie bei einem Schadensfall kein Existenzrisiko fürchten müssen. Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist oftmals ein Teil der Berufshaftpflichtversicherung.

Bei einem tatsächlichen Vermögensschaden kann sowohl die Existenz des Verursachers, als auch die des Geschädigten gefährdet sein. Als Verursacher besteht eine unbegrenzte Haftung, die auch das private Vermögen umfasst. Mit einer guten Haftpflichtversicherung kann dieses Risiko effektiv gesenkt werden. Umso wichtiger ist es, dass der konkrete Bedarf zusammen mit der Versicherung ermittelt wird.

Beispiele von Streitigkeiten

Die Rechtsschutzversicherung bezieht sich nicht nur auf Unternehmen und Freiberufler. Auch private Streitigkeiten können finanziell unterstützt gelöst werden. Der Rechtsschutz greift jedoch nicht bei einer Scheidung oder erblichen Auseinandersetzungen. Selbiges gilt für Streitigkeiten, die mit dem Bau eines Hauses oder dem Verkauf oder Kauf eines Baugrundstücks zusammenhängen.

Wenn man sich hingegen hinsichtlich möglicher rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber gut absichern möchte, ist man mit einer guten Rechtsschutzversicherung bestens beraten. Diese unterstützt, wenn es zum Beispiel zu einer Abmahnung, einer Kündigung oder einem schlechten Arbeitszeugnis kommt. Dasselbe gilt für eine Rechtsschutzversicherung, von welcher Unterstützung in Bezug auf das Fahren oder Mieten, bzw. Halten von Fahrzeugen abgedeckt wird.

Damit der Versicherungsschutz greift ist es von Nöten, dass sich die Streitigkeit nicht bereits in einem laufenden Verfahren befindet. Dieselbe Situation ist natürlich auch dann gegeben, wenn gerade ein Rechtsstreit in der nahen Zukunft erahnt wird. Genau deshalb warten Versicherungen immer eine gewisse Wartefrist ab.

Anders sieht es mit dem Verkehrsrechtsschutz, beziehungsweise mit dem lückenlosen Rechtsschutz-Vorvertrag aus. Hier gilt es, Unterschiede zu machen.

Übernahme von Gebühren

Grundsätzlich darf davon ausgegangen werden, dass die Rechtsschutzversicherung die Gebühren für das Gericht und den Rechtsanwalt übernimmt. Dies gilt auf auch für die Kosten des Sachverständigen, des Gerichtsvollziehers und die Entschädigung der Zeugen.

Wenn es sich um ein ausländisches Gericht handelt, kommen zusätzliche Reisekosten hinzu. Die vereinbarte Versicherungssumme ist für die Übernahme der Kosten hier ausschlaggebend. Daher empfiehlt es sich, dass der Rechtsschutz mit mindestens 300 000 Euro als Grundsumme abgeschlossen wird.