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Düsseldorf: Obacht vor „Sanierern” an der Haustür

Düsseldorf : Obacht vor „Sanierern” an der Haustür

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Firmen, die gegenwärtig in zahlreichen Städten unterwegs sind und an Haustüren kostenlose Beratungen wie Feuchtigkeitsmessungen in Kellerräumen anbieten. Den Hausbesitzern wird unter Hinweis auf den für 2007 angekündigten Energiepass suggeriert, dass dies im staatlichen Auftrag geschehe.

Das vermeintliche Beratungsgespräch sei jedoch nichts weiter als eine Art Türöffner, um Aufträge für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu akquirieren, betonen die Verbraucherschützer. Sie verweisen darauf, dass Voraussetzung für eine energetische Haussanierung eine sorgfältige Planung und Beratung ist.

Außerdem würden bei den Haustür-Offerten keine Vergleichsangebote zur Verfügung stehen. Da eine solche Sanierung nicht billig sei, warnen die Verbraucherschützer vor dem vorschnellen Abschluss eines Vertrages. Wer jedoch bereits solch einen Vertrag abgeschlossen hat, kann diesen laut Verbraucherzentrale widerrufen. Betroffene sollten zunächst prüfen, ob sie eine Widerrufsbelehrung erhalten haben.

Ist diese rechtlich in Ordnung, beträgt die Frist zum Ausstieg aus dem Vertrag zwei Wochen. Wird die Belehrung erst nach Vertragsabschluss erteilt, läuft eine Widerrufsfrist von einem Monat. Fehlt die Belehrung, kann der Vertrag unbegrenzt widerrufen werden.